PC-Markt sackt auch in Deutschland weiter ab

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Ein Laptop wartet auf Kunden: Das Geschäft mit Personal Computern geht auch in Deutschland weiter stetig zurück. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

München (dpa) - Das Geschäft mit Personal Computern geht auch in Deutschland weiter stetig zurück. Nach Berechnungen der Marktforscher von Gartner wurden im ersten Quartal des Jahres hierzulande 2,53 Millionen PCs verkauft, das entspricht einem Rückgang um 7,8 Prozent.

Demnach gingen die Verkaufszahlen bei Desktop-PCs um 12 Prozent zurück, Notebooks verzeichneten einen Rückgang von 5 Prozent. Vor allem die Nachfrage der Konsumenten trübte das Geschäft. "Endverbraucher bleiben gegenüber PCs weiterhin eher gleichgültig", sagte Gartner-Analystin Meike Escherich. "Stattdessen nutzen sie Smartphones zunehmend auch zu Hause."

Der Absatz bei privaten Nutzern ging demnach sogar um 22 Prozent zurück. Abgefedert wurde der Trend von der Nachfrage bei Geschäftskunden, hier gab es sogar ein Plus von 6 Prozent. Für das zweite Halbjahr erwartet Escherich, dass Unternehmen mit dem Umstieg auf Windows 10 beginnen werden. Ob das mit einem Austausch von PCs einhergehen wird, bleibe abzuwarten.

Nicht alle Hersteller sind laut Escherich bei dem anhaltenden Druck auf dem Markt in der Lage, sich zu behaupten. So sei das mittlere Marktsegment in den vergangenen Jahren weitgehend zusammengebrochen. "Samsung, Sony und Toshiba haben seit 2011 zusammengenommen 10 Prozent Marktanteil in Deutschland verloren."

Lenovo behauptet sich demnach weiter mit einem Anteil von 20,8 Prozent als Marktführer, trotz eines Absatzrückgangs von 11,8 Prozent. Es folgen HP mit 18,7 Prozent, Asus mit 10 Prozent und Acer mit 8 Prozent Marktanteil. Innerhalb eines Jahres sackten die Verkäufe des Viertplatzierten um satte 30,2 Prozent ab.

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