Studie

Piraten-Wähler plagt Angst vor Jobverlust

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Foto: Aus einer Studie der Universität Leipzig geht hervor, dass die Wähler der Piratenpartei die größere Angst um ihren Job haben als Wähler anderer Parteien.

Berlin - Die Wähler der Piratenpartei haben von allen Parteianhängern die größte Angst um ihren Job. An zweiter Stelle folgen gleichauf Linken-Anhänger und Nichtwähler. Das geht aus einer Studie der Universität Leipzig hervor.

Am wenigsten sorgen sich demnach Anhänger der SPD, der CDU und rechtsextremer Parteien um ihren Arbeitsplatz. Die Anhänger der Piraten lebten wohl in sehr prekären Verhältnissen, heißt es in einer Mitteilung zur Studie, die am Montag veröffentlicht wurde.

Die Umfrage räumt mit dem Klischee auf, dass Piraten-Wähler vor allem Männer seien. Genau wie bei CDU- und SPD-Anhängern halten sich die Geschlechter annähernd die Waage. Mit durchschnittlich 34 Jahren haben die Piraten zudem die jüngsten Anhänger aller Parteien – und lösen damit die Grünen-Wähler an der Spitze ab. Die CDU-Wähler sind mit durchschnittlich 58 Jahren nach wie vor am ältesten.

Die FDP hat nach Einschätzung der Studienmacher wieder ein klares Wählerprofil als Klientelpartei der Reichen. Kein einziger der befragten Arbeitslosen habe angegeben, die FDP wählen zu wollen. Aufgeschlüsselt nach Haushaltseinkommen haben FDP und Grüne die reichsten Wähler. Deutlich weniger verdienen dagegen Anhänger von SPD und Linken – am wenigsten Geld haben die Nichtwähler zur Verfügung.

Für die Studie befragte die Universität im Juni und Juli 2012 bundesweit rund 2400 Wahlberechtigte im Alter zwischen 18 und 91 Jahren. Dabei wurden auch potenzielle Wähler der Piratenpartei sowie Unentschlossene und Nichtwähler erfasst.

dpa

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