Start im Pazifik

Rakete bringt Kommunikationssatelliten ins All

Bern - Eine russisch-ukrainische Trägerrakete hat am Samstag von einer Startplattform im Pazifik aus einen europäischen Kommunikationssatelliten in den Weltraum gebracht. Der Start der Zenit-3SL-Rakete verlief ohne Probleme.

Eine russisch-ukrainische Trägerrakete hat am Samstag von einer Startplattform im Pazifik aus einen europäischen Kommunikationssatelliten in den Weltraum gebracht. Wie das in Bern in der Schweiz ansässige private Raumfahrtunternehmen Sea Launch mitteilte, verlief der Start der Zenit-3SL-Rakete um 22.18 Uhr MESZ ohne Probleme. Gut eine Stunde später sei der mehr als viereinhalb Tonnen schwere Satellit Atlantic Bird 7 des europäischen Betreibers Eutelsat in einer Umlaufbahn abgesetzt worden.

Der von der EADS-Tochter Astrium gebaute Satellit soll laut Eutelsat künftig den Mittleren Osten sowie Nord- und Nordwestafrika mit digitalen Radio- und Fernsehprogrammen versorgen.

Für Sea Launch war es der erste Start nach Insolvenz und Umstrukturierung des Unternehmens im vergangenen Jahr. Die Zenit-3SL-Raketen starten von einer umgebauten Ölbohrplattform in Äquatornähe aus, wodurch sie höhere Nutzlasten ins All transportieren können. Nach Angaben von Sea Launch war der Transport des Atlantic Bird 7-Satelliten die 31. erfolgreiche Mission.

dpa

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