Jungfernflug für „Angara“

Russland verschiebt Start für neue Trägerrakete

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Foto: Der Jungfernflug für die neue russische Trägerrakete „Angara“ wurde verschoben.

Moskau - Der mit Spannung erwartete Jungfernflug der russischen Trägerrakete „Angara“ ist kurz vor dem Start aus technischen Gründen abgesagt worden.

Präsident Wladimir Putin war extra aus dem Kreml zugeschaltet worden, da er am Freitag das Abheben vom Weltraumbahnhof Plessezk am Bildschirm mitverfolgen wollte.

Verteidigungsminister Sergej Schoigu musste aber mitteilen, dass der Flug auf diesen Samstag verschoben werden müsse. Putin verlangte der Agentur Interfax zufolge umgehend Aufklärung über die Gründe der Panne. Der Jungfernflug ist zu einem Ziel auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka geplant. Russland arbeitet bereits seit einem Jahrzehnt an der „Angara“. Ursprünglich war der Erststart für 2011 vorgesehen.

Mit „Angara“ hätte Moskau ein Transportmittel für Weltraumlasten, das im eigenen Land starten kann. Derzeit schießt die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos Satelliten meist mit „Sojus“-Trägerraketen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All.

Die für Nutzlasten bis 35 Tonnen ausgelegte „Angara“ soll die Atmosphäre nicht so stark belasten wie ihre Vorgänger. Die derzeit genutzte „Proton“ steht wegen ihres giftigen Treibstoffs in der Kritik.

dpa

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