Solarflugzeug

Schweizer Sonnenflieger nach Afrika gestartet

+
Foto: Die „Solar Impulse“ bereitet sich mit einem Flug nach Marokko auf eine Weltumrundung vor.

Bern - Solarflugzeug auf großer Reise: Die „Solar Impulse“ ist Richtung Marokko unterwegs. Der 2500 Kilometer lange Flug ist ein Test für eine Weltumrundung.

Das Schweizer Solarflugzeug „Solar Impulse“ ist nach seinem ersten Flug innerhalb Europas nun nach Afrika aufgebrochen. Der Ökoflieger des Schweizer Luftfahrtpioniers Bertrand Piccard startete Donnerstagmorgen um 8.24 Uhr vom Flugfeld Payerne (Schweizer Kanton Waadt) mit dem Piloten André Borschberg an Bord, teilte die Initiative „Solar Impulse“ mit. Er werde am Abend auf dem Barajas Airport von Madrid zu einer Zwischenlandung erwartet.

Von Madrid aus werde das Flugzeug - sofern das Wetter mitspielt – voraussichtlich Pfingstmontag nach Rabat in Marokko starten. Der Flug nach Marokko ist für den innovativen Flieger, der allein mit Solarenergie betrieben wird, der bislang längste.

Unterstützt wir die schweizerische Initiative auch von dem deutschen Unternehmen Bayer MaterialScience. Es steuerte das technische Know-how und Hightech-Polymerwerkstoffe für die energiesparende Leichtbau-Konstruktion bei.

Nach dem ersten internationalen Flug von Solar Impulse von der Schweiz nach Belgien und Frankreich im vergangenen Jahr soll der insgesamt 48 Stunden lange Afrika-Flug als weiterer Test vor der geplanten Weltumrundung dienen. Die Maschine werde auf der 2500 Kilometer langen Route die Pyrenäen und das Mittelmeer überqueren.

Von Madrid aus will dann Piccard selbst die Maschine steuern. Die Reise wurde mit dem Start der Arbeiten an dem weltweit größten Solarkraftwerk in der Region Ouarzazate in Marokko koordiniert. Dort sollen Piccard und Borschberg von der marokkanischen Agentur für Solarenergie (MASEN) begrüßt werden.

Der Ökoflieger des Schweizer Luftfahrtpioniers Bertrand Piccard war am 14. Juni 2011 von Payerne zunächst nach Brüssel geflogen. Der Weiterflug nach Paris-Le-Bourget gelang wegen schlechten Wetters erst im zweiten Anlauf.

dpa

Kommentare