Snowden denkt sich Überwachungs-Indikator für iPhone aus

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Edward Snowden hatte im Zuge seiner Enthüllungen ab Juni 2013 unter anderem erklärt, US-Geheimdienste könnten auch iPhones präparieren. Foto: Guardian/Glenn Greenwald/Laura Poitras

Moskau/Boston (dpa) - Der NSA-Enthüller Edward Snowden hat sich mit einem bekannten US-Hacker zusammengetan, um Journalisten die Sicherheit zu geben, dass ihr iPhone nicht von Geheimdiensten gehackt wurde und heimlich Daten funkt.

Der unter Asyl in Russland lebende Snowden und Andrew "bunnie" Huang entwarfen dafür eine Hülle, die sich über den Anschluss für die SIM-Karte ins Telefon einklinkt. Sie soll anzeigen, wenn die Antennen des Handys wider Erwarten Daten übertragen.

Snowden und Hardware-Hacker Huang veröffentlichten am Donnerstag zunächst nur ein Konzept. Sie hofften, im Laufe des kommenden Jahres mit einem Prototypen die Funktionsfähigkeit zu bestätigen, hieß es in dem Papier. "Ziel ist, Journalisten ein Werkzeug zu geben, damit sie wissen, ob ihre Smartphones im Flugzeug-Modus ihren Aufenthaltsort mitschneiden oder preisgeben." Zugleich schränkten sie ein, dass das Tempo des Projekts von der Finanzierung abhänge. Huang ist US-Bürger und hat im Jahr 2002 Massachusetts Institute of Technology einen Doktortitel in Elektrotechnik erworben.

Snowden hatte im Zuge seiner Enthüllungen ab Juni 2013 unter anderem erklärt, US-Geheimdienste könnten auch iPhones präparieren. Apple legt insbesondere bei neueren Modellen und Versionen seines Betriebssystems Wert auf Daten-Verschlüsselung und wehrte sich in diesem Jahr vor Gericht gegen Forderungen von US-Ermittlern, die Zugangssperre beim iPhone eines toten Attentäters zu knacken.

Konzept von Snowden und Huang

Interview bei Magazin "Wired"

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