Weltraum

Sonnensturm schleudert gigantische Plasmawolke ins All

- Der Sonnenwind wird böig: Unser Fixstern schleudert geladene Partikel durchs All, die auch in die Erdatmosphäre eindringen und am Magnetfeld rütteln. Solch heftige Sonnenstürme können Stromnetze lahmlegen und das Navigationssystem GPS durcheinanderbringen.

Die Sonne brodelt. Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde Nasa beobachteten eine gewaltige Eruption. Unser Fixstern schleuderte geladene Partikel und gigantische Plasmawolken ins All. Sie können auch auf die Erdatmosphäre treffen und Satelliten lahmlegen.

„Für unsere zunehmend technisierte Welt sind solche Sonnenstürme eine Gefahr“, betont der Direktor der Internationalen Weltraumwetter-Initiative (ISWI), Joe Davila. „Starke Sonnenstürme können Stromnetze ausfallen lassen, Satelliten lahmlegen und das Navigationssystem GPS durcheinanderbringen.“

Naturschauspiel am Himmel

Da die Aktivität der Sonne in den vergangenen Monaten stark angestiegen ist, haben die Europäische Union und die europäische Raumfahrtenagentur Esa ein Programm zur Weltraumwetterwarnung gestartet. Denn normalerweise ist der Sonnenwind ein beständiger Fluss geladener Sonnenteilchen, der die Erde umströmt. Doch dieser Wind wird zunehmend böig, Sonnenstürme werden häufiger und stärker. Am Dienstag kam dann der bisherige Höhepunkt des Brodelns.

Ein schwerer Sonnensturm, wie es ihn jetzt gegeben hat, sendet elektrische Wellen und Gaswolken durch die oberen Atmosphärenschichten der Erde, lässt messbare elektrische Ströme durch die oberen Schichten des Erdbodens laufen und rüttelt am Erdmagnetfeld.

Ob wirklich technische Störungen eintreten, war am Mittwochvormittag noch nicht abschätzbar. Am späten 8. oder 9. Juni könnten die Gaswolken als Polarlichter am Himmel zu sehen sein.

dpa

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