„Space Plane“

US-Luftwaffe schießt erneut geheimes Mini-Raumschiff ins All

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Das geheimnisumwitterte „Space Plane“ der US-Luftwaffe.

- Das US-Militär hat erneut ein geheimes Mini-Raumschiff zu einem Testflug ins All geschickt. Das „Space Plane“ hob am Samstagabend (Ortszeit) an Bord einer Atlas-V-Rakete vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral in Florida ab, teilte die US-Luftwaffe mit.

Das US-Militär hat erneut ein geheimes Mini-Raumschiff zu einem Testflug ins All geschickt. Das „Space Plane“ hob am Samstagabend (Ortszeit) an Bord einer Atlas-V-Rakete vom militärischen Teil des Weltraumbahnhofs Cape Canaveral (US-Staat Florida) ab, teilte die US-Luftwaffe mit.

Es war bereits der zweite Start eines X-37B-Orbiters binnen eines Jahres. Der erste Testflug dauerte sieben Monate. Der zweite Flug diene der weiteren Abstimmung und zum Abgleich der Ergebnisse des Jungfernfluges, hieß es. Das jüngste Modell sei mit einem verbesserten Landesystem ausgestattet, mit dem das Miniatur-Raumschiff auch bei stärkerem Wind sicher aufsetzen soll, wie die Zeitung „Florida Today“ berichtete.

Bei den X-37B-Raumschiffen handelt es sich um eine Art unbemannte Mini-Version des Space Shuttles. Sie sind 8,90 Meter lang, haben eine Spannweite von 4,5 Metern und wiegen knapp fünf Tonnen. Das „Space Plane“, das aus Batterien und über Solarzellen mit Energie versorgt wird, ist dafür konstruiert, die Erde in einer relativ flachen Umlaufbahn zu umkreisen und anschließend wieder auf ihr zu landen.

Der Orbiter ist für Flüge von bis zu 270 Tagen ausgelegt. Die Luftwaffe deutete aber an, den zweiten Flug darüber hinaus zu verlängern. „Wir könnten die Mission ausdehnen, um die Möglichkeiten des Fluggeräts besser zu verstehen“, sagte Programm-Manager Oberstleutnant Troy Giese der Zeitung. „Man muss sich immer vor Augen halten, dass dies ein experimentelles Fluggerät ist“, sagte Richard McKinney von der US-Luftwaffe. „Das ist erst der zweite Start und wir haben gerade erst damit begonnen, das System gründlich zu testen.“

Unklar ist, welche künftigen Aufgaben die Militärs für das Mini-Raumschiff ins Auge fassen. Das geheime Programm der Luftwaffe hat deshalb bereits zu Spekulationen und Kritik geführt. Beim ersten „Space Plane“-Start im vergangenen Jahr hatte Russland den USA vorgeworfen, den Weltraum militarisieren zu wollen, was Washington aber zurückwies. Die Luftwaffe beharrt darauf, dass Kern der Mission lediglich Tests für neue Technologien etwa für die Navigation seien.

dpa

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