Astronomie

US-Zwillingssonden „Grail“ beginnen mit Erkundung des Mondes

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Die US-Zwillingssonden „Grail“ wurden zum Mond geschickt, um neue Informationen über den Erdtrabanten zu sammeln.

Washington - Die Zwillingssonden „Grail“ haben mit ihrer Arbeit begonnen: Sie sollen Daten über die innere Struktur und Zusammensetzung des Mondes sammeln.

Zwei Monate nach der Ankunft in ihren Umlaufbahnen um den Mond haben die US-Zwillingssonden „Grail“ mit der Erkundung des Erdtrabanten begonnen. Die beiden waschmaschinengroßen Satelliten sollen das Schwerefeld des Mondes hundert- bis tausendmal genauer bestimmen als es bisher möglich war.

In mehr als 80 Tagen werden die beiden Sonden eine hochauflösende Karte des Schwerefeldes erstellen, wie die US-Weltraumbehörde Nasa am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Damit sollen „beispiellos detaillierte“ Erkenntnisse über die innere Struktur und Zusammensetzung des Mondes gewonnen werden. Die Wissenschaftler erwarten auch Aufschlüsse über die Entwicklung der inneren Gesteinsplaneten unseres Sonnensystems, einschließlich unserer Erde. Das Forscherteam habe mit dem Beginn der Datensammlung einen kollektiven „Seufzer der Erleichterung“ ausgestoßen, sagte Chefwissenschaftlerin Maria Zuber.

Am Silvesterabend war zuerst „Grail-A“ auf seine Bahn eingeschwenkt, einen Tag später folgte „Grail-B“. Danach mussten die Sonden noch beschleunigt werden. Ziel war, ihr Tempo soweit zu erhöhen, dass sie den Trabanten in knapp zwei Stunden umrunden. Während sie die Daten sammeln, nähern sich die Zwillinge dem Mond bis auf 16 Kilometer, teilte die Nasa weiter mit.

dpa

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