Foschung

Weltpremiere bei künstlicher Befruchtung von Elefanten

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Elefantennachwuchs: Durchbruch bei künstlicher Befruchtung.

Wien/Berlin - Zum ersten Mal ist ein Elefantenweibchen mit dem tiefgefrorenen Samen eines freilebenden Bullen künstlich befruchtet worden. Die 26 Jahre alte afrikanische Elefantenkuh Tonga im Wiener Zoo ist mittlerweile im neunten Monat trächtig, wie die beteiligten Wissenschaftler aus Wien und Berlin am Dienstag sagten.

Bisher gab es bei Elefanten nur künstliche Befruchtungen mit dem Samen von Bullen, die in Zoos leben. Die neue Möglichkeit sei ein "Meilenstein für den Artenschutz und die Zucht innerhalb der Zoos", sagte die Wiener Zoodirektorin Dagmar Schratter. Die genetische Vielfalt der Zoo-Elefanten könne so deutlich erweitert werden.

Professor Thomas Hildebrandt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin sagte: "Das wird eine neue Ära der künstlichen Besamung nicht nur von Elefanten einleiten." Die neu entwickelte Tiefkühlmethode lasse sich auch für die Zucht und den Erhalt bedrohter Tiere wie Nashörner und Gorillas anwenden. Die Ergebnisse werden im Fachjournal "Theriogenology" veröffentlicht.

dpa

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