Viruserkrankungen

Zahl der Masernerkrankten steigt auf 1043

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Die Zahl der Masernfälle steigt weiterhin. Vor allem in Berlin werden immer mehr Erkrankte gemeldet.

Berlin - Die Zahl der an Masern Erkrankten steigt laut Robert-Koch-Institut. Vor allem in Berlin sind seit Jahresbeginn 684 Fälle registriert worden. Wer sich impfen lassen will, kann dies nach kurzer Wartezeit tun. Laut des Berliner Apotheker-Vereins ist derzeit nicht mit Engpässen zu rechnen

Die Zahl der gemeldeten Masernfälle ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) imJahr 2015 auf 1043 gestiegen. Zuletzt waren in der Vorwoche rund 900 Masernerkrankungen gemeldet worden. Knapp zwei Drittel der Fälle gehen auf Berlin zurück:Das dortige Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) registrierte bis Montagmorgen seit Jahresbeginn insgesamt 684 Fälle. Bei derImpfstoff-Versorgung gibt es nach Angaben des Berliner Apotheker-Vereins allenfalls Verzögerungen, aber keineEngpässe. Wer sich impfen lasse wolle, müsse maximal einenWerktag auf den Impfstoff warten. Nicht alle Arztpraxen hätten denKombi-Impfstoff – meist gegen Masern, Mumps und Röteln – vorrätig, hieß es.

Impflücken in allen Altersgruppen

Seit Beginn der Masernwelle im Oktober 2014 sind in Berlin nach Angaben des Lageso 805 Menschen an Masern erkrankt. Ein Kleinkind starb durch das Virus. Die meisten Patienten hatten keinen ausreichenden Impfschutz. Impflücken bestehen in allen Altersgruppen, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt Masernimpfungen ab dem elften Lebensmonat und eine Wiederholungsimpfung im zweiten Lebensjahr. Seit 2010 wird die Masernimpfung auch (in Form der Masern-Mumps-Röteln-Impfung) für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen empfohlen, sofern sie nicht oder nur einmal geimpft sind oder der Impfstatus unklar ist.

dpa/juf

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