Orkantief über Norddeutschland

So zieht „Xaver“ weiter

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Die Grafik des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt, wie sich Orkantief „Xaver“ bis Sonnabend entwickelt.

Hannover - „Xaver“ tobt über Norddeutschland – und die Gefahr ist noch nicht gebannt: Auch am Freitag drückt das Tief mit Orkanböen die Wassermassen an die Küste.

Der Deutsche Wetterdienst hat für Freitag seine Unwetterwarnung für Norddeutschland aufrechterhalten. An der Küste gilt sogar eine Warnung vor extremem Unwetter. Dort kommt es zu Orkanböen über 120 km/h (Beaufort 12), direkt an der See vereinzelt auch zu extremen Orkanböen mit über 140 km/h. Im Binnenland ist mit orkanartigen Böen über 105 km/h (Beaufort 11) zu rechnen. Der Sturm soll nur langsam abnehmen.

Bis Freitag hat „Xaver“ den tiefsten Druck erreicht, dann entspannt sich die Lage. „Je tiefer der Druck und je näher der Kern des Tiefdruckgebietes, desto gefährlicher ist es“, sagt Martin Jonas von der DWD-Vorhersage- und Beratungszentrale. Der Kern liegt über Südskandinavien und wandert Richtung Baltikum. Dahinter fließt Meereskaltluft nach Norddeutschland.

In höheren Lagen des Harzes kann es am Freitag zeitweise schneien, später auch in tieferen Lagen. Dabei fallen Schneemengen bis zu zehn Zentimeter und mehr. Autofahrer sollten wegen des Sturmes auf Schneeverwehungen gefasst sein. Auch in tieferen Lagen kann es schneien und wegen Schneematsch oder überfrierender Nässe extrem glatt werden.

In Sachsen, im Westen und im Süden ist das Unwetter lediglich „markant“. Mit Windstärke 12 auf der Beaufortskala von mehr als 118 Stundenkilometern ist „Xaver“ ein Orkan. Stärkere Stürme gibt es nur in den Tropen, wo Taifune und Hurricans ihre Energie aus dem warmen Tropenwasser beziehen.

ze/frs

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