Kassenärzte kritisieren Gesundheitskarte

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Die Gesundheitskarte wird von den Kassenärzten kritisiert.

Hannover - Deutschlands Kassenärzte haben die elektronische Gesundheitskarte kritisiert und verschiedene Korrekturen verlangt.

Die ursprüngliche Intention sei dem IT-Projekt längst nicht mehr anzusehen, kritisierte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, am Montag in Hannover. Ursprünglich habe die Karte die Kommunikation zwischen Ärzten, Krankenhäusern und den Versicherten verbessern sollen. Doch dieses Ziel spielt aus Sicht der KBV keine Rolle mehr - ebenso wenig wie der angestrebte Bürokratieabbau.

Die Kassenärzte lehnten per Beschluss eine weitere Mitarbeit in der Betreibergesellschaft Gematik sowie in den Testregionen ab, sollte die elektronische Gesundheitskarte weiterhin nur auf die Interessen der gesetzlichen Krankenkassen ausgerichtet sein. Notfalls solle die KBV auch die Auflösung der Gematik einfordern, entschieden die Delegierten vor dem 116. Deutschen Ärztetag. Technische und organisatorischen Schwierigkeiten sowie Widerstand bei den Akteuren hatten den Start der elektronischen Gesundheitskarte jahrelang verzögert.

Die KBV vertritt die politischen Interessen der rund 153 900 niedergelassenen und ermächtigten Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland.

dpa

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