Günstigen Kredit finden: Bausparvertrag realistisch planen

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Ein Bausparvertrag kann durchaus Sinn machen. Foto: Patrick Seeger

Ein neues Dach, ein neues Bad, eine neue Fassade - Wer ein Haus hat, sollte genug Geld für anstehende Modernisierungen ansparen. Ein Bausparvertrag kann sich lohnen, wenn er zu den persönlichen Zielen und der finanziellen Situation passt. Was man beachten sollte.

Berlin (dpa/tmn) - Zwar sind die Zinsen für die Sparbeiträge in einem Bausparvertrag derzeit niedrig - sie liegen zwischen 0,10 bis 0,25 Prozent. Dennoch können sich die Verträge für Hausbesitzer lohnen, berichtet die Zeitschrift "Finanztest" (Heft 7/2016).

Denn beim Bausparen bekommen Sparer, wenn die Bausparsumme fällig wird, das angesparte Guthaben, sowie ein mindestens genauso hohes Darlehen. Da die Darlehenskonditionen nach Angaben der Finanzexperten vergleichsweise günstig sind, können Hausbesitzer die niedrigen Sparzinsen damit ausgleichen.

Das gilt besonders, wenn die Zinsen in den kommenden Jahren steigen sollten. Denn mit einem Bausparvertrag legt man den Zinssatz für ein Darlehen auf rund zwei bis drei Prozent fest. Der Vorteil: Sparer sind unabhängig von steigenden Zinsen - auch wenn sie ihr Haus erst in ein paar Jahren modernisieren wollen.

Bei der Suche nach günstigen Konditionen, sollten Verbraucher mindestens drei Angebote unterschiedlicher Bausparkassen einholen. Die Sparziele entscheiden darüber, welcher Tarif geeignet ist. Wichtige Fragen in diesem Zusammenhang: Wann will man modernisieren? Wie viel Guthaben und Darlehen braucht man dafür? Wie viel Geld kann man bis dahin pro Monat als Sparrate einzahlen? Spar- und Tilgungsraten sollten die finanziellen Möglichkeiten nicht übersteigen.

Außerdem sollten Verbraucher darauf achten, dass die Sparpläne unabhängig von der Zustimmung der Bausparkassen gelten. Sonst könne es später Probleme geben, wenn der Bausparer mit Hilfe von Sonderzahlungen eine schnelle Zuteilung erreichen will - die Bausparkasse dies aber verweigert.

Wie so oft, gilt auch beim Bausparen: Sicherheit kostet. Verbraucher müssen also mit einer Abschlussgebühr zwischen 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme rechnen. Außerdem ziehen viele Anbieter jedes Jahr eine Vertragsgebühr von bis zu 15 Euro ab.

Dafür müssen Kreditnehmer bei den Bausparkassen in der Regel keinen Aufschlag zahlen, wenn ihr Grundstück bereits mit einem Kredit belastet ist. Auch Grundbuch-, sowie Notarkosten können sich Kreditnehmer laut "Finanztest" meist sparen, da die Bausparkasse den Kredit oft ohne Grundbucheintrag vergibt.

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