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Forderungen in Bewerbungsgesprächen immer gut begründen

Arbeitgeber sind mit den Forderungen eines Bewerbers meist nur einverstanden, wenn sie gut nachvollziehbar sind. Foto: Andrea Warnecke

Boston - Bei Einstellungsgesprächen müssen Bewerber nicht zu allem Ja und Amen sagen. Geht es um Gehälter, Urlaubstage oder Arbeitszeiten, können sie auch Ansprüche stellen.

Diese sollten jedoch nicht aus der Luft gegriffen sein.

Stellen Bewerber in Vorstellungsgesprächen Forderungen, müssen sie diese gut begründen. Kann der Arbeitgeber die Argumente nachvollziehen, kommt er ihnen eher nach, sagt Prof. Deepak Malhotra von der Harvard Business School. Wer zum Beispiel einen Tag in der Woche von zu Hause aus arbeiten möchte, sollte nicht nur diesen Wunsch äußern. Besser ist es, zu erklären, dass an diesem Tag zum Beispiel die Kinder früher aus der Schule kommen, so der Experte in der Zeitschrift "Harvard Business Manager" (Ausgabe 7/2014).

Verlangen Einsteiger ein überdurchschnittliches hohes Gehalt, geben sie auch dafür besser eine schlüssige Rechtfertigung. Das kann etwa sein, dass sie eine Qualifikation vorweisen, die andere nicht haben. Der Verweis, eine besonders gute Arbeitskraft zu sein, reicht nicht aus. Er wirke im Gegenteil schnell arrogant, sagt Malhotra. Wer nicht erklären kann, warum eine Forderung berechtigt ist, sollte sie besser nicht stellen.

Will der Arbeitgeber einzelnen Wünschen nicht nachkommen, sollten Bewerber sich flexibel zeigen. Möglicherweise unterliegt der Personaler Sachzwängen, die er nicht ändern kann. Stellt zum Beispiel eine große Firma pro Jahr 20 Berufseinsteiger mit vergleichbarer Qualifikation ein, zahlt sie möglicherweise allen das gleiche Gehalt. In diesem Punkt gibt es dann häufig kaum Verhandlungsspielraum. Eventuell zeigt sich der Arbeitgeber jedoch flexibel, wenn es um den Zeitpunkt der Einstellung oder die Anzahl der Urlaubstage geht.

dpa

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