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Junge Chefs sollten älteren Mitarbeitern Freiräume lassen

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Ein junger Chef sollte ältere Mitarbeiter in die Entscheidungen miteinbeziehen. So können Konflikte vermieden und langjährige Erfahrungen genutzt werden.

Freiburg - Junge Chefs haben es häufig schwer, sich bei den älteren Betriebsangehörigen Respekt zu verschaffen. Doch dies gelingt meist nicht auf die harte Tour. Ältere sollten ihre Kompetenzen beibehalten.

Wer als junger Chef ältere Mitarbeiter führen muss, kämpft häufig mit Problemen. Anweisungen wird zum Beispiel nicht Folge geleistet, da die alten Hasen den Neuen nicht akzeptieren. In so einer Situation versuchen Jüngere besser nicht, die Älteren unter Druck zu setzen, indem sie zum Beispiel sehr schnell grundsätzliche Veränderungen herbeiführen. Um sich deren Kooperation zu sichern, ist es häufig geschickter, sie verstärkt in Entscheidungen einzubeziehen. Das berichtet die Zeitschrift "Personal Quarterly" (Ausgabe 3/2014).

So könnten junge Chefs älteren Mitarbeitern bei einzelnen Aufgaben zum Beispiel zusätzliche Handlungsspielräume zugestehen. Das drücke Vertrauen und Wertschätzung aus und verhindere, dass es zu Konflikten zwischen Jung und Alt kommt.

Gleichzeitig vermeiden junge Vorgesetzte am besten, mit jüngeren Mitarbeitern informeller zu kommunizieren als mit älteren. Das kann etwa sein, dass sie die Jungen duzen, die Älteren jedoch siezen. Das führe bei letzteren schnell dazu, dass sie sich ausgegrenzt oder ungleich behandelt fühlen.

dpa

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