Touristen-Magnet auch während Olympia

London Eye: In dieses Auge blickt die Welt

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Blick aufs London Eye am Südufer der Themse, gesehen von der Westminster Bridge.

London ist London ist London. Etwas Besonderes, häufig Spektakuläres - und fast immer Teures. Wie das London Eye, boomender Touristenmagnet am Ufer der Themse.

Mit entsprechender Reisekasse ausgestattet - häufig wird da ein langes Wochenende preislich zum ausgewachsenen Sommerurlaub - ist gerade die britische Hauptstadt dieser Tage zu aller Reizüberflutung auch mit Olympia gesegnet. Und das kostet die Metropole an allen Ecken atmosphärisch und kommerziell weidlich aus.

Markenzeichen Londons - und jetzt auch der olympischen Spiele: die Tower Bridge.

Den vielleicht sympathischsten Blickfang bietet aktuell die Tower Bridge mit den hängenden und weithin sichtbaren Olympiaringen. Städtebauliche Highlights sind jüngst zahlreich hinzugekommen, vor allem im touristisch noch immer recht jungfräulichen Südteil - so die noch unfertige "Scherbe" (eigentlich The Shard und mit 310 Metern das höchste Gebäude Europas) und die bereits mit Architekturpreisen bedachte "Gurke"  (ein elliptisches Bürogebäude von Norman Foster). Allesamt zwar echte (aber nicht unumstrittene) Hingucker, doch keine Devisenbringer im zahlenmäßig spannenden Touristen-Bereich.

Eindrücke und Rundtour:

London Eye - Touristenmagnet auch zu Zeiten von Olympia

Anders das "London Eye".Vielen weniger aktiven und/oder finanzstarken Reisenden wird das riesige Riesenrad - mit 135 Metern das höchste Europas - wohl tatsächlich erst durch Olympia 2012 ins Bewusstsein rücken. Doch tatsächlich zieht die bereits seit zwölf Jahren unweit von Big Ben am Themseufer rotierende Hightech-"Kirmesattraktion" inzwischen ebenso die Menschen an wie Buckingham Palace oder Madame Tussaud's - durchschnittlich 3,75 Millionen jährlich. Und ist doch deren perfekte Ergänzung - erhält man von den Attraktionen rund ums Parlamentsgebäude nun einen bislang nicht gegebenen Überblick fast wie bei einem Rundflug. Bei gutem Wetter ein wahrer Augenschmaus.

Blick vom London Eye aufs Parlamentsgebäude mit Big Ben.

Diese technische Meisterleistung hat natürlich wie auch anderswo ihren stolzen (Eintritts-)Preis: nämlich 26 Pfund (33 Euro) für Erwachsene in der Standardvariante. Um die zu erwartenden Massen unterbringen zu können, werden während der olympischen Spiele die Öffnungszeiten kurzerhand bis Mitternacht ausgedehnt. Was sicher nicht bedeutet, dass die Wartezeiten schmelzen... Wer genau dieses erreichen möchte, muss beim Eintrittspreis nochmal kräftig drauflegen und die Fast-Track-Variante wählen.

Wer es aber erstmal aufs Rad geschafft hat und dort in seiner Kapsel mit einer überschaubaren Zahl Mitreisender eine gute halbe Stunde fast majestätisch ruhig verbringt, der wird eine fleißig, sympathisch und natürlich stolz herausgeputzte Stadt erblicken, der mit den Spielen 2012 ein großer Erfolg zu gönnen ist.

Markus Hanneken

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