Kosmetik

BUND rät von Deos mit Aluminium ab

Die Achseln sind nach der Rasur sehr empfindlich: Durch kleinste Hautverletzungen können größere Mengen Aluminium in den Körper eindringen. Foto: Andrea Warnecke

Berlin - Erwiesen ist es nicht, dass Aluminium in Deos Krebs verursacht. Gerade nach der Rasur kann es aber trotzdem ratsam sein, auf solche Produkte zu verzichten, meint der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND).

Deos enthalten oft Aluminium. Laut der Naturschutzorganisation BUND stehen die Aluminiumsalze im Verdacht, die Entstehung von Alzheimer und Brustkrebs zu fördern. Sie rät daher davon ab, sie zu verwenden. Ausreichend Beweise für die schädliche Wirkung gibt es bislang nicht. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hatte im Februar aber bekanntgegeben, dass die menschliche Haut unter anderem durch Deos deutlich mehr Aluminium aufnimmt, als es EU-Vorgaben entspricht.

Der BUND empfiehlt, beim Kauf darauf zu achten, ob "Aluminium Chlorohydrate" als Bestandteil aufgelistet wird - bei vielen Antitranspiranten sei das der Fall. Gerade nach der Achselrasur sollten Verbraucher auf solche Deos verzichten, denn dann können größere Mengen an Aluminium über kleinste Hautverletzungen in den Körper gelangen.

Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest ist der Aluminiumgehalt in vielen Deosprays allerdings geringer als vielfach angenommen. Laut den Prüfern kam keines der 24 getesteten Produkte über den Wert von 7,4 Prozent. Das BfR sei bislang davon ausgegangen, dass der Wert üblicherweise bei 20 Prozent liege, hieß es in der Zeitschrift "test".

dpa

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