Ernährung

Fischhändler im Sommer um Tüte mit Eis bitten

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Lieber innen glasig: Damit das Filet nicht zu trocken wird, sollte Fisch nicht ganz durchgegart werden.

Hamburg - Bei hochsommerlichen Temperaturen können Nahrungsmittel schnell verderben. Deswegen sollte beim Transport stets die Kühlkette eingehalten werden. Frischer Fisch wird bei Hitze am besten in einer Tüte mit Eis nach Hause gebracht.

Frischer Fisch mag es kühl - zumindest vom Kauf bis zur Zubereitung. Wer bei sommerlichen Temperaturen ohne Kühltasche unterwegs ist, fragt beim Fischhändler daher am besten nach einer Tüte mit Eis, um seinen Einkauf darin zu transportieren, rät Sandra Kess vom Fisch-Informationszentrum in Hamburg. Dem werde jeder Händler gern nachkommen. So verdirbt der Fisch auf dem Weg nach Hause nicht. Haben Verbraucher dagegen eine Kühltasche mit gut durchgefrorenem Kühlelement dabei, könnten sie je nach Außentemperatur durchaus zwei bis drei Stunden unterwegs sein. "Da sehe ich kein Problem", sagt Kess.

Wurde die Kühlkette auf die eine oder andere Weise eingehalten, ist es laut Kess gesundheitlich unbedenklich, den Fisch nur halb durchgegart zu verzehren. Fachleute sprechen hierbei von "glasig". "Das macht man generell bei Fisch, damit er nicht knochentrocken wird", sagt Kess. Bei einem Süßwasserfisch wie Zander sei die Gefahr ohnehin eher gering, dass er gesundheitsschädliche Parasiten enthält. Bei manchem frischen Salzwasserfisch sei es dagegen besser, ihn entweder vor dem Verzehr tiefzukühlen oder durchzugaren, um möglicherweise vorhandene Parasiten abzutöten.

Ob roher Fisch noch genießbar ist, "das riechen Sie dann schon", erläutert Kess. Frischer Seefisch habe einen angenehm feinen Meerduft, frischer Süßwasserfisch dufte tendenziell nach nichts. Der schlechte Geruch von verdorbenem Fisch beruht auf ammoniakähnlichen Substanzen, die entstehen, wenn sich Bakterien im Fisch ausbreiten und diesen zersetzen. Dazu kommt es, wenn er falsch oder zu lange gelagert wurde.

dpa

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