Mode

Scharfe Amazonen bei Pariser Couture-Schauen

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Zanini zeigte fließende Stoffe und auch Stickereien - aber immer wohldosiert.

Paris - Die Modewelt blickt nach Paris zu den Haute-Couture-Schauen für Herbst und Winter 2014/15. Den Start in der "Hohen Schneiderkunst" machen Versace und Schiaparelli.

Surreal und doch irdisch, nostalgisch und dennoch modern: Designer Marco Zanini spielte am Montag (7. Juli) in seiner Pariser Haute-Couture-Schau für

Schiaparelli passgenau mit verschiedenen Elementen. Es war die zweite Kollektion des Italieners für das von Elsa Schiaparelli (1890-1973) gegründete Modehaus, das zuvor rund 60 Jahre lang in eine Art Dornröschenschlaf gefallen war.

Zanini verordnete der von ihm gewählten Sanduhr-Silhouette der Kleider Tragbarkeit durch fließende Stoffe. Prachtvolle Stickereien mit Perlen und Kristallen setzte er wohldosiert ein, kostbare Felle wirkten an keiner Stelle protzig, und auch bizarre Druckmotive wie Ratten erschienen eher schön als schrecklich. Einige Farben erinnerten an die kräftigen Kodachrome-Töne früher Hollywood-Filme.

Am Vorabend hatte Donatella Versace scharfkantige Kleider gezeigt, die viel Haut offenlegten. Die Schau der Mailänderin war eine der ersten bei den Defilees der "Hohen Schneiderkunst" für Herbst/Winter 2014/2015.

Versace kontrastierte klare Formen und gedeckte Farben mit auffallenden Details. Ihr futuristischer Amazonenlook könnte sich perfekt als Bühnenkleidung für Jennifer Lopez eignen, die in einer langen weißen Versace-Robe gekommen war.

dpa

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