1000 Sandsäcke gegen die Fluten

Neuental. Land unter hieß es am Samstag in Neuental. Die Pegel der Gilsa und der Schwalm waren so stark gestiegen, dass die Feuerwehren ausrücken mussten, um Gebäude zu sichern und Sandsäcke zu füllen. Besonders schlimm erwischt hatte es die Neuentaler Ortsteile Gilsa, Waltersbrück und Bischhausen.

Schon am Nachmittag gegen 14.30 Uhr hatte die Feuerwehr damit begonnen, Sandsäcke zu füllen. Nach Angaben von Bürgermeister Kai Knöpper nutzten sie dazu kurzerhand den Sand, der in Schlierbach für den Bau der Wasserleitung in einem Bunker lagerte. Insgesamt füllten die Feuerwehrleute über 1000 Säcke, die sie in Gilsa verbauten. Von den Wassermassen schwer in Mitleidenschaft gezogen war dort die Herkulesstraße. Das Wasser lief in Keller und Garagen. Die Feuerwehr kam kaum noch mit dem Leerpumpen der Keller nach.

Arg in Mitleidenschaft gezogen war auch die Schlagmühle in Bischhausen. Die Feuerwehr musste das Gebäude sichern. Auch rund um Waltersbrück standen Straßen und Äcker unter Wasser, so dass die Wehren von Neuental pausenlos im Einsatz waren.

Gegen 19 Uhr hieß es, dass der Scheitelpunkt des Hochwassers der Schwalm die Messstelle an der Mühle in Schwalmstadt-Dittershausen passiert hatte. Anders verhielt es sich mit der Gilsa. An der Messstelle in Jesberg wurde der Scheitelpunkt erst später erwartet. Etwa eine Stunden danach rauscht er durch Gilsa. Am Abend vermuteten die Feuerwehrleute, im Laufe der Nacht passiert wird.

Pausenlos waren die Feuerwehrmänner im Einsatz, schafften Pumpen, Sandsäcke und andere Gerätschaften von einen Einsatzort zum nächsten. Nur manchmal meldete sich eine Wehr ab. Dann fuhren die Männer nach Hause, um sich trockene Kleider zu holen, um dann schleunigst wieder zum nächsten Einsatz ausrückten. (ras)

Quelle: HNA

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