Pakistan, Chile und Kolumbien interessieren sich für BO 105

BO 105: Hubschrauber sind weltweit begehrt - Interesse aus Pakistan und Chile

Weltweit begehrt: Der BO 105.

Schwalm-Eder. Während in der Bundeswehr darüber diskutiert wird, den Kampfhubschrauber Tiger in Afghanistan einzusetzen, könnte es auch für seinen Vorgänger eine Zukunft am Hindukusch geben.

Die alten Hubschrauber BO 105, von der in Fritzlar noch zwölf stationiert sind, fliegen immer noch. Und die Maschinen, die die Bundeswehr seit 1980 fliegt, sind weltweit begehrt.

Wie eine Anfrage der HNA im Bundesverteidigungsministerium ergab, sind Pakistan, Indonesien, Kolumbien, die Philippinen, Uruguay und Chile an den Hubschraubern interessiert. Insgesamt hat die Bundeswehr noch 134 Maschinen des Typs im Einsatz.

Bis Ende des Jahres 2016 sollen die BO ausgemustert werden, teilte das Ministerium mit. Pakistan plane, die Maschinen so umzurüsten, dass sie zum Transport von Verwundeten eingesetzt werden können.

„Das ist immer noch einer der agilsten Hubschrauber“, erläuterte Rüdiger Hulin, Wehrtechnik-Experte vom Fachmagazin German Defense Mirror. Die Hubschrauber seien sehr effizient und gut in Schuss: „Das System wird gehegt und gepflegt.“

Da der Hubschrauber immer wieder mit neuen Teilen ausgestattet würde, sei er stetig modernisiert worden. So könne sich die Investition in einen Umbau für Käufer lohnen.

Wenn das Verteidigungsministerium sich zum Verkauf entschließt, müsse es zunächst Gespräche mit dem Außen- und dem Wirtschaftsministerium geben, heißt es aus Berlin. Wenn keine dieser Stellen Bedenken äußert, wickelt das Verteidigungsministerium den Verkauf ab. Gibt es Bedenken, wandert das Geschäft in den Bundessicherheitsrat. Wie viel Geld die Hubschrauber bringen werden, ist unklar. Das Ministerium teilte mit: „Der Verkaufspreis ist das Ergebnis von Vertragsverhandlungen.“ (ode)

Quelle: HNA

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