13-Jährige verletzte sich nicht an Skateranlage am Sand

Melsungen. Nachdem eine 13-jährige in Melsungen erst Alkohol getrunken und sich dann verletzt hat, sind neue Details bekannt geworden: Demnach war das Mädchen erst im Bereich der Kernstadt unterwegs, verletzt hat es sich dann später im Kutschengraben.

Nach vorläufigen Informationen hatte es zunächst so ausgesehen, als ob es sich am Sand – nahe der Polizeistation – verletzt hatte. Das war nicht der Fall.

Unterdessen betonten Polizei und Ordnungsamt am Montag, dass am Sand keine Gefahr für Kinder bestehe. Die Skateranlage sei in erster Linie Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, die dort friedlich spielen.

Dass dort auch mal ein Bier getrunken werde, könne man nicht ausschließen oder verhindern. Von Exzessen könne aber keine Rede sein. Auch die Statistik gebe keinerlei Anlass, dort von einem Brennpunkt zu sprechen.

In erster Linie seien auch Eltern gefordert, ihre Aufsichtspflicht zu erfüllen. Sie sollten sich nicht scheuen, die Polizei und das Ordnungsamt zu rufen.

Die Ordnungshüter kontrollierten die bekannten Treffpunkte von Jugendlichen. Werden die Minderjährigen alkoholisiert angetroffen, werde das Jugendamt informiert. Das sei auch im aktuellen Fall geschehen.

Ein besonderes Augenmerk der Behörden liegt darauf, wer Alkohol an die Jugendlichen abgibt. Hier arbeite man mit den Melsunger Geschäften zusammen. Personen, die in der Vergangenheit Alkohol weitergegeben haben, habe man dabei besonders im Fokus. Das Ordnungsamt hat in 2012 einen solchen Fall registriert, der auch geahndet wurde.

Der Vater der 13-Jährigen hatte sich an die Öffentlichkeit gewandt und dazu aufgerufen, nicht wegzuschauen, wenn Minderjährige öffentlich Alkohol trinken. (gör)

Quelle: HNA

Kommentare