Turngau Fulda-Eder: Um Leistungsstand zu halten, werden mehr Trainer benötigt

15 000 turnen in Vereinen

Ehrungen: von links Hannelore Kalkstein, Petra Trulley, Andrea Dreuw-Dietzel, Martina Plott, Phil Ullrich, Jan Ullrich, Sina Holzhauer, Fritz Voit und Turngau-Chef Wilfried Sommer. Rechts: die Gymnastik-Damen des TSV Wollrode. Fotos:  Schattner

Wollrode. In 136 Vereinen des Turngaus Fulda-Eder sind derzeit 15 400 Turnerinnen und Turner registriert. 10 800 davon sind Frauen und Mädchen. Dieses positive Fazit zog Vorsitzender Wilfried Sommer vor 120 Delegierten beim Gauturntag des Turngaues Fulda-Eder in Wollrode. Damit sei man der zweitgrößte Fachverband im Schwalm-Eder-Kreis.

Im Bereich des Wettkampfsports wurden hervorragende Ergebnisse erzielt, und viele Mitarbeiter des Turngaues arbeiten in den Verbandsorganen auf Landesebene mit.

Der 59 Jahre alte Sportfunktionär aus Malsfeld zeigte aber auch die Probleme auf, die der Verband hat. Die Bestandserhebung 2012 ergab einen Rückgang von 400 Mitgliedern. Daher rief Sommer die Delegierten auf, den Mitgliederbestand ehrlich und korrekt an den Landessportbund zu melden. „Weiterhin benötigen wir noch mehr gut ausgebildete Trainer und Übungsleiter, denn nur so können wir den derzeitigen Leistungsstand halten“, sagte der Turngau-Chef.

Die Fusion steht an

Die geplante Fusion der beiden Sportkreise im Schwalm-Eder-Kreis war ebenfalls ein Thema. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Ulrich Manthei (Guxhagen) als Vorsitzender des Sportkreises Fulda-Eder. Ähnlich äußerte sich Karl Schmidt (Treysa) vom Sportkreis Schwalm.

Weiter erläuterte Manthei die angespannte Finanzlage des Landessportbundes. Bei Investitionen für Bauprojekte und langlebige Sportgeräte gebe es eine Wartezeit von eineinhalb Jahren. Vom Schwalm-Eder-Kreis gibt es ebenfalls Geld für den Sport. Darauf wies der Sportbeauftragte Jörg-Thomas Görl hin. Für Bauvorhaben, Modernisierungen und Sportgeräte würden jährlich rund 150 000 Euro zur Verfügung gestellt. Ausführlich berichtete er über das Bildungspaket der Bundesregierung. Dieses solle gezielt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien unterstützen. Dazu bot Görl die Beratung seines Hauses an und warb zusätzlich für die kreiseigenen Freizeiteinrichtungen.

Werbung in eigener Sache machte auch Joachim Schuchardt vom Hessischen Turnverband und rief zur Teilnahme am Landesturnfest vom 6. bis 10. Juni in Friedberg auf. Viel Beachtung fand ein Referat von Katja Köhler-Nachtnebel vom Vorstand der Hessischen Sportjugend über Kindeswohlgefährdung im Sport. Helmar Proll, Vorsitzender des TSV Wollrode, stellte den Verein vor, der sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Aufgelockert wurde der Redemarathon durch eine Step-Aerobic der Gymnastik-Damen des TSV Wollrode unter der Leitung von Heidi Wenzel sowie durch eine Sitz-Gymnastik mit Petra Trulley. (zct)

Quelle: HNA

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