Es könnte Gift gewesen sein

20 tote Stare: Rätselhaftes Vogelsterben in Wolfhagen - Experten ratlos

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Unter dem Vogelbeerbaum verendet: Mehr als 20 tote Stare lagen nahe beieinander auf dem Grundstück an der Ludwig-Uhland-Straße in Wolfhagen. 

Wolfhagen. Hassan Ben Mansour, der mit seiner Frau Gerlinde in einem der Gesellschaft Wohnstadt gehörenden Mehrfamilienhaus an der Wolfhager Ludwig-Uhland-Straße wohnt, fand am Dienstagabend unter einer Eberesche mehr als 20 verendete Stare.

„Ich wohne jetzt fast 40 Jahre in diesem Haus, aber so eine Anhäufung toter Vögel habe ich noch nie erlebt. Da stimmt doch irgend etwas nicht“, sagte Mansour.

Ratlos zeigten sich auch Vogelexperten aus dem Wolfhager Land. Weder der Hobby-Ornithologe Burkhard Dux (Naumburg) noch Hilmar Bergmann (Wolfhagen) vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) konnten sich das Vogelsterben schlüssig erklären. Beide brachten auf HNA-Nachfrage die Vermutung ins Spiel, dass vielleicht jemand die reifen Vogelbeerfrüchte mit einem Gift besprüht hatte und dadurch die Tiere, die sich jetzt eigentlich für ihren Zug in den Süden sammeln, verendeten.

Am Mittwochnachmittag wollte die Wohnstadt die Tiere entsorgen. Zwei der verendeten Stare wird das Veterinäramt des Kreises erhalten. Im Hessischen Landeslabor in Kassel soll die genaue Todesursache ermittelt werden.

Quelle: HNA

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