Ständige Verzögerungen für Windmessungen am Rödeser Berg

200-Meter-Mast lässt weiter auf sich warten

wolfhagen. Und wieder verstreicht ein Monat, ohne dass der geplante Windmessmast auf dem Rödeser Berg steht. „Wir warten seit Monaten auf die statische Prüfung, es gab da immer wieder Nachforderungen“, sagt Doron Callies vom Fraunhofer-Institut IWES in Kassel auf HNA-Anfrage.

IWES könne derzeit auch nur warten und immer wieder nachhaken, sagt Callies. Das Heft des Handelns liegt demnach in Schweden bei der Firma, die den 200 Meter hohen Masten herstellt. Man wolle dort auf Nummer sicher gehen, dass der Mast auch nicht umfällt, schließlich gebe es noch nicht viele Erfahrungen mit einem Instrument dieser Länge. Daher die Verzögerungen. Callies hofft nun, dass der Mast im Juli aufgestellt werden kann. Bestellt worden sei die Technik bereits Ende des vergangenen Jahres.

Der Mast soll fünf Jahre stehen bleiben und Daten für die Windforschung liefern. Unter anderem werde die Windgeschwindigkeit etwa alle 20 Meter bis in die Höhe von 200 Meter erfasst. Die Daten sollen Klarheit bringen, ob sich am Standort zwischen Nothfelden und Niederelsungen der Betrieb von Windkraftanlagen rechnet. Das Kasseler Windkraftinstitut möchte mit den Wolfhager Messwerten auch generelle Erkenntnisse für den Betrieb von Windmühlen in Mittelgebirgshöhen gewinnen.

Auch in der Wolfhager Kommunalpolitik, die bis auf die Grünen den Standort für einen Bürgerwindpark grundsätzlich befürwortet, wächst die Ungeduld, weil es bei diesem wichtigen Projekt nicht wahrnehmbar weitergeht. Stadtwerke-Chef Martin Rühl soll daher in Kürze im Stadtparlament Rede und Antwort stehen. Rühl sagt: „Wir bedauern sehr, dass der Mast noch nicht steht.“

Derweil laufen zumindest Arbeiten an einer Zufahrt am Rödeser Berg. Diese ist notwendig, um den Masten ins Zielgebiet zu bringen. Dt. ZUM TAGE

Von Axel Welch

Quelle: HNA

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