2000 Besucher waren beim großen Fest im Wildpark Knüll zu Gast

Verkauften Eigenheime: Kevin Krimmel, Julia Axt, Lukas Hedderich, Florian Prinzen, Leon Günther und Fabian Krebs von der Berlin-Tiergarten-Schule boten selbst gebaute Nistkästen an.

Schwalm-Eder. Lisa Wüst aus Treysa sah am Sonntag alles stark vergrößert. Die Schwälmerin stakste mit einem Spiegel zwischen Stirn und Nase durch den Wildpark Knüll – und der vergrößerte die Blätter der Bäume gewaltig und bot somit eine ganz neue Perspektive. Das war auch das Thema des dortigen Festes: „Den Wald anders sehen“ lautete das Motto der Veranstaltung, zu der mehr als 2000 Besucher kamen.

Ihnen boten sich viele Möglichkeiten, neue Blickwinkel einzunehmen. Die beiden Forstwirte Hartmut Keim und Jürgen Schulz vom Forstamt Neukirchen und der Holzkünstler Stefan Kaiser aus Hauptschwenda formten mit Kettensägen Stämme und schufen so Holzkunst.

Der Rohstoff Holz als Leinwand ist nur eines von vielen Dingen, die der Lebensraum Wald bietet. „Der Wald ist Kulturgut, Naherholung und ein wichtiger wirtschaftlicher und ökologischer Faktor“, sagte Vizelandrat Winfried Becker bei der Eröffnung. Er gebe vielen Menschen Arbeit und sei wichtig für die Artenvielfalt. Ein Drittel der Landfläche auf der Welt ist von Wald bedeckt. „Er sichert als Sauerstoffproduzent die Existenz der Menschen“, sagte Becker.

Und die kamen am Sonntag in Strömen in den Park: Manfred Uchtmann aus Wabern, Leiter des Eigenbetriebes des Kreises, sprach von 2000 Besuchern, die bis zum späten Nachmittag den Weg in den bei Allmuthshausen gelegenen Wildpark gefunden hatten. Informationen rund um die Tierwelt gab es bei der Hegegemeinschaft Knüll. Klaus Engelhardt zeigte den Kindern Tierfelle, die sie zuordnen sollten. Am Stand der Remsfelder Berlin-Tiergarten-Schule verkauften Schüler Nistkästen. Die Kinder der Klasse 6 hatten sie im Biologieunterricht zum Thema Ökosystem Wald gebaut.

Neuer Blick auf den Wald: 2000 Besucher im Wildpark Knüll

„Die Kinder hatten bei ihren Recherchen im Wald bemerkt, dass es zu wenige Nistplätze für die Vögel gibt. So bauten sie aus eigenem Antrieb welche“, sagte Lehrer Dieter Goldmann. Dazu stellten die Jugendlichen Exponate aus dem Wald wie Tannenzapfen und Tiermodelle aus.

Überhaupt gab es viel zu sehen und zu lernen: Der Naturschutzbund informierte, eine Kletterwand lockte, Tierfütterungen standen auf dem Programm.

Es gab kulinarische Angebote an vielen Ständen und jede Menge Musik. So bliesen etwa die Musiker des Kreisjagdvereines Fritzlar-Homberg kräftig in die Hörner.

Einige Besucher nutzten das Angebot des Knüllgebirgsvereins: Er führte die Wanderer auf dem neuen fünf Kilometer langen Rundweg, der am Sonntag eingeweiht wurde und über Rodemann führt.

Quelle: HNA

Kommentare