Ab 2014: Gesplittete Abwassergebühr in Oberaula

Oberaula. Mit dem neuen Jahr kommt auch in Oberaula die gesplittete Abwassergebühr. In völliger Einmütigkeit stimmten der Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend und dann auch die Gemeindevertretung als letzten Schritt der geänderten Entwässerungssatzung zu.

Damit haben alle Grundstückseigentümer in Oberaula ab 1. Januar jährlich die Gebühr von 47 Cent pro versiegeltem Quadratmeter zu zahlen. Die Schmutzwassergebühr, allgemein als Kanalgebühr bekannt, sinkt zugleich von derzeit 3,40 Euro auf 2,86 Euro pro Kubikmeter Frischwasserverbrauch.

Einer Aussprache über die gerichtlich angeordnete neue Abrechnungsweise gab es nicht im Karl-Dippoldsmann-Haus. Schließlich, so Bürgermeister Klaus Wagner, handelte es sich nur um den letzten Schritt nach zweijähriger Vorbereitungszeit. So wurde eine Reihe von Informationsveranstaltungen angeboten, der Rücklauf der Fragebogen, in denen der Versiegelungsgrad auf dem eigenen Grundstück angegeben werden kann, war mit rund 1000 sehr lebhaft, erklärte Wagner. Der Verwaltungschef versicherte zugleich, dass fortlaufend Meldungen über Ver- und Entsiegelungen an die Gemeindeverwaltung gerichtet werden können.

Marianne Hühn (SPD) regte noch an, dass in der Satzung der Erhebungszeitraum deutlich ausgedrückt wird, denn die Gebühr von 47 Cent pro Quadratmeter voll versiegelter Fläche wird jährlich, nicht etwa monatlich verlangt.

Die volle Gebühr wird für Dachflächen, Beton- und Schwarzdecken (zum Beispiel Teer und Asphalt), verfugte Pflaster und sonstige wasserundurchlässige Flächen berechnet. Günstiger sind etwa Kiesdächer (Faktor 0,5), Gründächer (Faktor 0,3), Pflaster- und Plattenflächen (je nach Fugenbreite), wassergebundene Decken (Kies, Splitt, Schlacke etc., Faktor 0,5), wasserdurchlässiges Pflaster (0,4) und Rasengittersteine (0,2).

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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