Ab 2017 soll es kein Minus geben - Stadtverordnete beschließen Konzept zur Haushaltssicherung

Glückliche Kinder: Ihre optimale Betreuung kostet auch die Stadt Niedenstein immer mehr Geld. Die Eltern sollen sich demnächst mit einem höheren Anteil als bisher daran beteiligen. Archivfoto: John

Niedenstein. Die Ausgaben der Stadt Niedenstein sind auch in diesem Jahr höher als die Ausgaben: 251.000 Euro fehlen im Haushalt 2016, der trotzdem am Donnerstagabend von den Stadtverordneten einstimmig beschlossen wurde. Gründe für das Defizit nannten Sprecher aller Fraktionen: höhere Kosten für die Kinderbetreuung, weniger Gewerbesteuer-Einnahmen, Verluste im Kommunalen Finanzausgleich.

Auch über das geplante Investitionsprogramm gab es Einigkeit: Der neue Feuerwehrstützpunkt, mehr Kindergartenplätze und ein zusätzliches Baugebiet sind von allen Parlamentariern gewollt.

Um aber für das nächste Jahr ein erneutes Defizit zu vermeiden, müssen neben notwendigen Einsparungen auch zusätzliche Einnahmen generiert werden. Das werde die Bürger weiter belasten, sagte zum Beispiel Manfred Dittmar (FWG). Es gehe jedoch nicht anders. Für die SPD betonte Harald Kranz die Notwendigkeit moderater Gebührenerhöhungen, etwa bei den Kindergärten.

Skeptisch war Willi Grunewald (CDU), was die mögliche Übertragung der Pflege der Sportplätze an die Vereine betrifft. Jörg Warlich (Grüne) betonte, dass eine gute Kinderbetreuung entscheidend sei für die weitere Entwicklung Stadt und forderte erneut den Erhalt des Kindergartenbusses aus den Stadtteilen.

Die Stadtverordneten sprachen sich für das Sicherungskonzept aus, das der Magistrat vorlegte. Im laufenden Jahr sollen so 87.000 Euro, 2017 schon 142.000 eingespart werden.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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