Dr. Gerhard Erkmann impft jährlich 400 Patienten

Keine Impfmüdigkeit in Wolfhagen:  Patienten entscheiden sich für Grippeschutz

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Keine Impfmüdigkeit bei den Patienten der Praxis Erkmann/Emmel: Hier die Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten, Lisa Völker (17, Habichtswald), mit einer Spritze für die Grippeschutzimpfung.

Wolfhagen. Im Gegensatz zum ärtzlichen Personal hat Dr. Gerhard Erkmann bei den Patienten seiner Arztpraxis keine Impfmüdigkeit  feststellen können. „Wir haben jedes Jahr einen festen Stamm von etwa 350 Patienten, die sich gegen die Grippe impfen lassen", sagt der Allgemeinmediziner aus Wolfhagen.

Hinzu kämen circa 50 bis 80 Patienten jährlich, die sich nach der Erklärung der Vorteile ebenfalls für die Schutzimpfung entscheiden, sagt der 70-jähríge Allgemeinmediziner aus Wolfhagen.

Erkmann blickt auf fast 40 Jahre als Mediziner zurück, seiner Einschätzung zufolge ist die Zahl der Menschen, die sich gegen Grippe impfen lassen, in den vergangenen Jahren angestiegen. Er sei auch ein grundsätzlicher Befürworter der Impfung. Es gäbe Studien, deren Ergebnisse aussagen, dass seit Einführung der Grippeschutzimpfung die Zahl der Erkältungskrankheiten zurückgegangen seien.

Saison hat jetzt begonnen 

Weiterer positiver Nebeneffekt laut Erkmann: „Auch die Schwere der Erkrankung ist bei geimpften Patienten nicht so ausgeprägt, wie bei Menschen ohne Schutz.“

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Das ältere Menschen häufig kurz nach der erstem Grippeschutzimpfung  krank werden, ist laut des Allgemeinmediziners normal. Dies hänge oftmals damit zusammen, dass ältere Patienten häufig bereits Krankheitserreger in sich tragen, bevor sie die Spritze gegen die Grippe erhalten. Deshalb sei dies auch kein Grund, sich nicht impfen zu lassen, sagt Erkmann. Die „Impfsaison“ beginnt jedes Jahr etwa am 15. September, bis Ende Oktober sollten die Impfungen abgeschlossen sein, sagt der 70-Jährige.

Bestellung schon im März 

Um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten wird die benötigte Menge an Impfstoff bei der Praxis von Dr. Gerhard Erkmann, in der auch seine Tochter Dr. Christina Emmel tätig ist, bereits Ende März bestellt, damit der Bedarf ab September auch gedeckt sei. Im vergangenen Jahr hätte es einen Lieferengpass beim Impfstoff für den Grippeschutz gegeben, dies sei aktuell nicht der Fall, sagt Erkmann.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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