500. Baby in Fritzlar geboren

Fritzlar. Das Fritzlarer Hospital steuert auf einen Geburtenrekord zu. Die Geschäftsführung sieht die gynäkologische Abteilung auf einem guten Weg.

Das Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar steuert auf einen Geburtenrekord zu: Am Montag ist dort das 500. Baby in diesem Jahr zur Welt gekommen. Zum Vergleich: Am 17. Oktober 2015 zählte das Krankenhaus 458 Geburten. Im gesamten Jahr 2015 waren es 561.

„Wir sind auf einem guten Weg, den Rekord einzustellen“, sagt Barbara Gawliczek. Die kaufmännische Geschäftsführerin sieht in den gestiegenen Geburtenzahlen eine Bestätigung für die geleistete Arbeit. „Wir sind froh, dass die Wöchnerinnen uns die treue halten und das Angebot annehmen.“

Ein Angebot, das im vergangenen Jahr auf der Kippe stand. Die beiden Belegärzte Tatjana Braun und Wolfgang Kersting hatten ihren Rückzug zum Jahresende 2015 angekündigt. Über Monate war unklar, wie es mit der Gynäkologie und Geburtshilfe in Fritzlar weitergehen würde (wir berichteten).

Erst im November war klar, dass es drei Nachfolger geben würde. Mit den neuen Gynäkologen Thomas Kamps, Friedhelm Stappen und Katja Harnischfeger änderte sich auch die Struktur: Die bisherige Belegabteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie wurde in eine Hauptabteilung umgewandelt. Auf die Belegung der 20 Betten umfassenden Station hatte der Wechsel laut Gawliczek keine Auswirkung. „Es gab keinen Knick, wir hatten einen fließenden Übergang“, erklärte sie. Gawliczek sei mit der Entwicklung der Abteilung zufrieden. Zwischen Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen stimme die Chemie.

Das Ziel, bei Operationen vermehrt auf endoskopische Verfahren und weniger auf Bauchschnitte zu setzen, werde erreicht. Zum Einsatz komme die Technik etwa bei Blasenanhebungen und Gebärmutterentfernungen. Die Verfahren haben laut Gawliczek den Vorteil, dass sie schonender und die Patienten schneller mobil sind.

Hintergrund: Krankenhaus mit 142 Betten

Das Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Es blickt auf eine mehr als 860-jährige Geschichte. Unterhalb des Doms, wo heute das Ursulinenkloster steht, entstand 1147 das Marienhospital. Im Tal beim Mühlengraben wurde 1308 der erste Bau des Hospitals errichtet.

Das Hospital gliedert sich in die vier Abteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Daneben gibt es die Belegabteilung HNO. Das Hospital zählt 142 Betten und mehr als 500 Beschäftigte. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) direkt am Hospital ist eine Tochtergesellschaft.

Quelle: HNA

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