Sommerferien nahen

A 7-Baustelle: Schwalm-Eder-Kreis schaltet Verkehrsministerium ein

Von der Straße abgekommen: Immer wieder verunglücken Lastwagen in der Baustelle und sorgen so für kilometerlange Staus und Verkehrsbehinderungen im Umland. Archivfoto: Wenderoth

Melsungen/Guxhagen. Die sieben Kilometer lange Baustelle „Helterbachtalbrücke“ zwischen den Anschlussstellen Melsungen und Guxhagen auf der A7 stellt laut Landkreis seit ihrer Einrichtung einen permanenten Unfallpunkt dar.

Häufige Vollsperrungen dieses Teilabschnitts seien die Folge. Deshalb weiche sowohl der Pkw- als auch der Lkw-Verkehr zunehmend auf das Straßennetz rund um die Autobahn aus. Die Autobahnpolizei Baunatal rechnet bis Mitte November mit rund 250 Unfällen. Landrat Neupärtl hat daher das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zum umgehenden Handeln aufgefordert, damit diese Unfallzahlen keine Realität werden.

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Für die Menschen in den Kommunen Guxhagen, Malsfeld, Melsungen, Felsberg und Homberg bedeute dies eine unerträgliche Belastung, kritisiert Landrat Frank-Martin Neupärtl. Das sei nicht länger hinnehmbar. „Das Bundes- und Landesstraßennetz im Schwalm-Eder-Kreis ist bereits ohne den Autobahnverkehr nahezu an seiner Belastungsgrenze angelangt. Durch die zusätzlichen Fahrzeuge von der Autobahn kommt der Verkehr regelmäßig zum Erliegen“, sagt der Landrat.

Bis zu 250 Unfälle erwartet

Für die Anwohner entlang der Durchgangsstraßen bedeute dies seit Wochen immense Lärmbelästigungen und erhebliche Verkehrsbehinderungen, zumal Ortsumgehungen nicht überall vorhanden sind. Auch seien dauerhafte Schäden am untergeordneten Straßennetz durch den massiven Schwerverkehr zu erwarten.

Die jetzige Verkehrsführung in der Baustelle sorgt bei Unfällen auf der Autobahn für Engpässe bei den Fahrzeugen von Rettungsdienst und Feuerwehr. Bei Vollsperrungen auf der Autobahn sind häufig auch die Rettungswege in den angrenzenden Kommunen derart blockiert, dass eine Einhaltung der vorgeschriebenen Hilfsfristen nicht gewährleistet ist.

Hilfsfrist einhalten

Durch den unmittelbar bevorstehenden Beginn der Ferienzeit steigt die Gefahr weiterer schwerer Unfälle zusätzlich an. Die zuständigen Behörden haben eine Verpflichtung, dem Verkehrsteilnehmer eine sichere Verkehrsteilnahme zu gewährleisten. Sofortige Maßnahmen sind daher unumgänglich.

Um den Verkehr im Bedarfsfall besser leiten zu können, haben die Bürgermeister der betroffenen Kommunen, die Vertreter der zuständigen Polizeistationen, Hessen Mobil und der Straßenverkehrsbehörde des Kreises in einem ersten Schritt vereinbart, die Ausweichstrecken hinsichtlich der Beschilderung zu überprüfen. Insbesondere soll der Schwerverkehr auf mögliche Engstellen wie Viadukte und Kreisel hingewiesen werden. (ddd)

Quelle: HNA

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