Ausbau der A49 bei Schwalmstadt: Noch ein Stück mit Baurecht

Großer Bahnhof an der Autobahn: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (Mitte) beim Esten Spatenstich im März. Damals betonte er, die A 49 sei eine Lebensader für die Region. Foto: bal

Schwalm-Eder. Gerade wurde noch darüber diskutiert, ob die Finanzierung der A49 über das Jahr 2015 hinaus gesichert ist (wir berichteten), da kündigte Hessens Verkehrsminister Dieter Posch an, dass für einen weiteren Abschnitt des Autobahn-Projekts nun Baurecht vorliege.

Am Mittwoch, 4. Januar, solle in Schwalmstadt der Planfeststellungsbeschluss unterzeichnet werden, kündigte das Wirtschaftsministerium an.

Dabei handelt es sich um den 13 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Schwalmstadt und Stadtallendorf. Die Kosten dafür werden mit 130 Millionen Euro veranschlagt.

„Wir rechnen damit, dass wir in diesem Jahr auch noch das Baurecht für den dritten Abschnitt erhalten werden“, sagte Ulrike Franz-Stöcker, Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Damit bestünde für den gesamten Weiterbau der A 49 bis zur A 5 bei Gemünden Rechtssicherheit.

Mit großem Trommelwirbel war im März der Baubeginn für die Teilstrecke von Neuental-Bischhausen bis Schwalmstadt gefeiert worden.

180 Millionen Euro sollen in diesem Bereich ausgegeben werden. Zentrales Element ist ein Tunnel bei Schwalmstadt-Frankenhain. Nach dem Zeitplan des Wirtschaftsministeriums soll mit diesem Tunnel, der allein 40 Millionen Euro kosten wird, im Herbst 2012 begonnen werden.

Bis 2015 sollen die Arbeiten in diesem Teilstück abgeschlossen sein. Die Finanzierung für diesen Bereich sei gesichert, erklärte Franz-Stöcker. Strittig war zuletzt, ob es 2016 weitergehen wird.

Im Entwurf des Investitionsrahmenplanes für die Jahre 2011 bis 2015, den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), kürzlich vorlegte, sollen für den Bau der A 49 insgesamt nur die 204,2 Millionen Euro für den Bauabschnitt von Neuental bis Schwalmstadt vorgesehen sein. Es fehlten Mittel für den Abschnitt Schwalmstadt-Stadtallendorf bis zur A5 bei Gemünden, hatte beispielsweise der SPD-Landtagsabgeordnete kritisiert.

Im Wirtschaftsministerium geht man jedoch davon aus, dass die Finanzierung auch dafür gesichert ist. Für die Jahre ab 2016 werde es einen neuen Investitionsrahmenplan geben.

Franz-Stöcker: „Man würde jetzt nicht so viel Geld für einen Abschnitt ausgeben, wenn man die Autobahn nicht fertig bauen wollte.“ Von Bundesverkehrsminister Ramsauer gebe es die Zusage, dass die A 49 Priorität habe.

Quelle: HNA

Kommentare