Thorsten Hoos wurde als einer der besten Autofahrer Deutschlands ausgezeichnet

Abenteuer am Steuer

Ausgezeichnet: Thorsten Hoos schaffte beim Fahrsicherheitstraining der Zeitung „Auto-Bild“ den sechsten Platz und gilt damit als einer der besten Autofahrer. Für das Foto trägt er einen seiner Preise – die rote Auto Bildjacke. Foto: Thiery

Obergrenzebach. Gas geben, bremsen, ausweichen: Das macht Thorsten Hoos am liebsten. Sein Hobby ist das Autofahren. Der begeisterte Geländefahrer nahm dieses Jahr an der Aktion der Zeitung „Auto-Bild“ teil, die mit einem großen Fahrsicherheitstraining die besten Autofahrer suchte. Hoos belegte den sechsten Platz und kann sich nun zu den besten Autofahrern der Nation zählen.

Seine Freizeit verbringt der 47-jährige Bautechniker der Stadt Schwalmstadt meistens in Kiesgruben, fährt die steilsten Höhen hinauf und wummert mit seinem Geländewagen über Motocross-Strecken in der Schwalm. Dafür hat er zwei Fahrzeuge, den Mitsubishi Pajero, mit dem seine Frau Jutta sonst zur Arbeit fährt, und einen Volvo XC 70 mit 205 PS.

Den schnappt er sich in diesen Tagen schon einmal, fährt ins freie Feld und driftet über den glatten Schnee. Was nach außen abenteuerlich ausschaut, ist für Hoos schon fast Routine. „Das Gefühl für das Auto, die Technik, wie es reagiert, das reizt mich dabei”, sagt er.

Das konnte er bei einem Fahrsicherheitstraining auch beweisen. Unter 100 000 Bewerbern wurden 1500 ausgelost, Hoos war dabei. Dann musste er aber sein Können beweisen. Im ersten Wettbewerb setzte er sich gegen 50 Mitstreiter durch und belegte den ersten Platz in Disziplinen wie Elchtest, Slalomfahren und plötzlichem Ausweichen eines Hindernisses auf eisglatter Fahrbahn. Einige Fahrsicherheitstrainings hatte er schon absolviert. Hoos hatte auch schon mehrfach an Wettbewerben teil genommen und Pokale geholt – unter anderem bei Nissan Off Road Challenge 2004.

Immer mit Adrenalin

In der Endrunde zum besten Autofahrer in Baden-Baden starteten dann 40 Teilnehmer. „Das Adrenalin fährt immer mit“, berichtete Hoos. Das schnelle Umfahren der Pilonen im Slalom kitzele, und ein bisschen Risiko sei immer dabei. „Dreht sich das Fahrzeug auf der eisglatten Fahrbahn oder nicht, das steigert die Spannung“, erklärt der Obergrenzebächer. Weitere Aufgaben waren die Suche nach 18 Fehlern, die die Teilnehmer in vier Minuten finden mussten – vom abgefahrene Reifen bis hin zum fehlenden Warndreieck. Außerdem galt es eine Verbrauchsfahrt mit möglichst spritsparendem Fahren zu absolvieren.

Als Preis gab es am Ende einen VIP-Aufenthalt am Nürburgring mit Übernachtung für zwei Personen.

Aber damit ist es mit den PS noch nicht genug: Als zweites Hobby gibt Hoos Motorradfahren an. Und er fährt gern lange Strecken in den Urlaub. Zuletzt fuhr die Familie mit ihren beiden Jungen über Silvester nach Lappland. Die vielen Kilometer in den hohen Norden bewältigte Hoos allein. „Autofahren ist für mich immer ein Abenteuer, das ich genieße.“

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Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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