Aus der Wirtschaft: Unternehmer Thomas Groll hat 200 000 Euro in den Park investiert

Abenteuerland am Ufer

Über Monate aufwändig erweitert: Zur Bobbahn am Frielendorfer Silbersee sind unter anderem ein Quad-Parcours (oben links), der so genannte Nautic Jet (oben rechts) und viele neue Spielgeräte für die Jüngsten hinzu gekommen. Fotos:  Rose

Frielendorf. Vor 13 Jahren baute Unternehmer Stefan Groll aus Alsfeld die Bobbahn am Ufer des Frielendorfer Silbersees. Nach und nach ist das Areal gewachsen, es entstand ein naturnaher und sich perfekt in die Landschaft integrierender Freizeitpark.

Im vergangenen Jahr entschied sich der 43-jährige Vater von zwei Kindern nochmals zu einer Erweiterung. Seit November hat das Team gebaggert, gebuddelt und gemauert. 200 000 Euro - „reine Materialkosten“ - hat Stefan Groll investiert.

„Ich versuche mich in den Gast hinein zu versetzen. Das Alleinstellungsmerkmal hier ist der freie Blick auf den See“, sagt der Alsfelder. Die noch größere Terrasse bietet nun Platz für 400 Gäste, die ab sofort unter Bäumen und Sonnensegeln entspannen können.

Nicht nur den Blick auf den See genießen die Besucher. Unmittelbar vorgelagert ist der neu konzipierte Spielplatz, auf dem die Jüngsten unter Aufsicht toben können.

Für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren ist ein Quad-Parcours entstanden. „Auf den Quads können auch Erwachsene mit noch jüngeren Kindern fahren“, erläutert der Parkbetreiber.

An ältere Kinder ab zehn hat Groll bei der Installation des Nautic Jets gedacht. In einer rasanten Abfahrt geht es per Boot im freien Flug in den neuen Teich. Ein Eintritt wird für den Park übrigens nicht erhoben. Gebühren werden erst bei Nutzung der Fahrgeschäfte fällig.

Ältere Gäste soll der erweiterte Biergarten ansprechen. Der hat in den Sommerferien bis 23 Uhr geöffnet, zum ersten Mal wird Fassbier angeboten. Stefan Groll beschäftigt im Park 35 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, aber auch Schüler und Frührentner. An Sonntagen – „da haben wir schonmal 500 Leute auf dem Gelände“ – arbeiten an den Stationen bis zu 20 Leute. „Gedränge herrscht allerdings nicht. Einen Sitzplatz kriegt man immer“, sagt der 43-Jährige.

Küche soll erweitert werden

Modernisiert wurde auch das Angebot der Gastronomie: „Flammkuchen und Crêpes kommen sehr gut an. Die Leute wollen qualitativ hochwertiges Essen, das lecker und leichter ist“, ist Grolls Erfahrung.

Im kommenden Herbst soll deshalb noch der Küchenbereich vergrößert und an die Terrassenfläche angepasst werden. Für den Streichelzoo wurden so genannte Ouessant-Schafe angeschafft.

Anschmiegsame Ziegen

Die sind wesentlicher kleiner, haben aber einen großen Vorteil: „Die Ziegen, die wir vorher hatten, waren einfach zu gefräßig und haben den Kindern sofort das Futter aus den Tüten gefressen. Die Mini-Schafe sind schüchterner und anschmiegsamer. Da gibt es weniger Geheule bei den ganz jungen Gästen.“ Ein neuer Stall sei gerade in Arbeit.

Wen es eher ans Wasser zieht, der schlendert hinunter zum Bootsverleih. Hierfür hat Groll fünf neue Tretboote gekauft. Direkt am Ufer können Gäste ebenfalls Kleinigkeiten wie Eis und Getränke genießen.

Die Boote wie auch die Bobbahn können übrigens genutzt werden, so lange man am Abend noch Sicht hat, erklärt Stefan Groll. „Es gibt doch fast nichts Schöneres als an einem lauen Sommerabend raus auf den Silbersee zu schippern.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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