Die Abiturientin Laura Brathge aus Altenstädt reist durch Neuseeland – unsere Zeitung berichtet über sie

Abenteurerin mit Pannenmobil

Die Freiheit auf vier Rädern: „Unser Bus gibt uns jegliche Freiheiten, um überall anhalten zu können, wo es uns gefällt“, schreibt Laura Brathge. Zum Beispiel an dieser einsamen Küstenstraße. Foto: Privat/nh

Wellington/Altenstädt. Wer das Land seiner Träume bereist, wird mitunter unsanft geweckt. Wie Laura Brathge aus Altenstädt: Die 19-jährige Abiturientin flog um die halbe Welt nach Neuseeland, nichts konnte sie stoppen – bis auf ihr 22 Jahre altes Auto.

„Ich hatte schon viel über Neuseeland gehört und gelesen“, schreibt Laura in ihrem ersten Reisebericht, der uns jetzt erreichte. Mit vielen Erwartungen im Gepäck reiste sie im August nach Auckland auf der Nordinsel – und entdeckte auf ihrer Autoreise in die Hauptstadt Wellington Landschaften, neben denen ein Bilderbuch erblasst: „Man parkt abends in der Dunkelheit auf einem unscheinbaren Parkplatz und wird morgens von einen wunderschönen Sonnenaufgang vor der Küste geweckt.“

„Meine Eindrücke übertreffen alle Erwartungen.“

Laura Brathge

Die eindrucksvolle Natur des Landes hob die Abiturientin aus dem Stimmungs-Loch, in das sie am Anfang ihrer Work-and-Travel-Reise gefallen war: Das gekaufte Auto erwies sich als Pannenmobil. Für Backpacker ein besonders sensibles Thema, denn das Auto ist nicht bloß ein Transportmittel; es ist ihr Gefährt, in dem die Meisten schlafen und leben.

Auch Laura suchte einen Van mit Schlafnische – gemeinsam mit ihrem Freund, der sie auf ihrer Reise begleitet. Gesucht, gefunden, gekauft. Das hohe Alter des Autos war bekannt. Doch würde der klapprige Van die weite Reise überleben?

Lauras Befürchtungen wurden Realität – auf Problem eins folgten Problem zwei und drei: „Der Van gab schreckliche Geräusche von sich – er röhrte so laut, dass ich überlegte, beim Fahren Oropax zu benutzen“ schreibt sie, „und dann stellten wir auch noch fest, dass die Kofferraumtür nicht zu öffnen war“.

Die Pannenserie und die Werkstattkosten rissen Laura aus dem Land der Träume. „Land der Abenteuer“ trifft es besser, weiß Laura nun.

Sie witterte Abenteuerluft, ihre Nerven sollten gekitzelt werden, und wie. „Ich seilte mich aus 100 Meter Höhe in eine Höhle ab.“ Dann kroch sie aus der dunklen Höhle ans Tageslicht.

Lauras nächstes Abenteuer führt sie nicht in eine dunkle Höhle, sondern zum Vorstellungsgespräch: „Ich muss einen Job finden, der meine Reise finanziert.“ (spi)

Quelle: HNA

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