Niemand wollte Kosten für Entsorgung tragen

Abgetrennter Kuhkopf trieb auf der Fulda

Malsfeld. Der Schreck für Isabelle Märkl war groß: Am Dienstagnachmittag sah ihre Tochter ein vermeintlich totes Tier nahe des Ufers auf der Fulda treiben. Sie fing an zu schreien.

Dann zog Isabelle Märkl das Tier, das tatsächlich ein Kuhkopf war, aus dem Wasser. Zunächst sah es so aus, als ob sie Kosten für die Entsorgung selbst tragen muss.

Die Märkls wohnen in Beiseförth an der Fulda. „Meine Tochter dachte erst, da treibt ein toter Waschbär“, erinnert sich Isabelle Märkl. Dann habe sich der Kopf gedreht. „Wir haben ihn dann herausgezogen.“ Da die Überschwemmungsfläche Gemeindeeigentum ist, meldete Isabelle Märkl den Fund dort. „Die Gemeinde wollte nicht für die Entsorgung zahlen.“

In einem Telefonat mit der Tierseuchenkasse habe Isabelle Märkl sich sogar verpflichten müssen, die Kosten für die Entsorgung selbst zu tragen. „Schon aus hygienischen Gründen wollten wir, dass der Kuhkopf schnellst möglich entsorgt wird.“ Der Kopf habe nach dem Fund einen Tag auf dem Grundstück gelegen. „Die Leute dachten schon, wir hätten eine Kuh geschlachtet.“

Laut Bürgermeister Herbert Vaupel bezahlt nun die Gemeinde. „Die Tierkörperbeseitigungsanstalt hat den Kuhkopf im Auftrag der Gemeinde entsorgt“, erklärte er. (jon)

Quelle: HNA

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