Doppeljahrgänge in Homberg-Fritzlar

Abi 2014: Am Freitag geht's für 781 Schüler im Landkreis los

Carmen Ackermann, Franziska Goetjes und Talita Trumpnik, die sich über Franziskas Abiplakat freuen. Sie sind nun bereit für die Abiturprüfungen.

Schwalm-Eder. Mit Englischklausuren starten die hessischen Gymnasialklassen am Freitag ins schriftliche Abitur. Insgesamt absolvieren 781 Schüler an sechs Schulen im Schwalm-Eder-Kreis ihre Prüfungen. Darunter gibt es auch Doppeljahrgänge G8 und G9 (Fritzlar und Homberg).

Bei den Abschlussbällen im Juni wollen sie alle ihre Reifeprüfung in den Händen halten. In Melsungen legen 159 Abiturienten ihre Prüfungen an der Geschwister-Scholl-Schule ab. „Die Abiturienten fühlen sich gut vorbereitet und es herrscht eine fröhliche Anspannung“, erklärt Schulleiter Reinhard Köhler. An der der König-Heinrich-Schule (KHS) in Fritzlar und der Homberger Theodor-Heuss-Schule (THS) treten zum Abitur fast doppelt so viele Schüler wie gewöhnlich an. Schuld daran sind die Doppeljahrgänge.

An der THS werden 110 Schüler geprüft, an der KHS 206. Die Christopherusschule Oberurff lässt 71 Abiturienten zu den

Aktualisiert am Freitag, um 13.50 Uhr.

Prüfungen antreten. Die staatlich anerkannte Schule mit Legastheniezweig hatte seinerzeit das Abitur nach acht Jahren nicht eingeführt. Auch an der Ursulinenschule in Fritzlar gibt es keinen Doppeljahrgang. Dort absolvieren 76 Schüler ihr Abitur.

In der Schwalm hingegen starten im Schwalmgymnasium (Treysa) und in der Melanchthon-Schule (Willingshausen-Steinatal) die ersten reinen G8-Jahrgänge (auf acht Jahre verkürzte Gymnasialzeit) in die Reifeprüfung. „Weil es der erste reine G8-Jahrgang ist, gehen mit 62 jungen Leuten deutlich weniger ins Abitur“, erklärte Studienleiter Wolfgang Forst (Steinatal). Vor einem Jahr war die Anzahl zweieinhalb Mal so groß.

Mit 97 Abiturienten, 53 Mädchen und 44 Jungen, ist der Jahrgang auch im Schwalmgymnasium nur gut halb so stark, wie der des Vorjahres, berichtete Schulleiter Frank Siesenop (Treysa). In manchem der Vorjahre hätten die Mädchen wesentlich deutlicher das Übergewicht gehabt. Nach diesem anzahlmäßig kleinen Jahrgang würden im kommenden Jahr dann wiederum 140 Abitursanwärter in Schwalmstadt erwartet.

In allen Gymnasien wurden in diesen Tagen zahlreiche Glückwunsch- und Mutmach-Plakate für die Aspiranten aufgehängt. Seit einigen Jahren ist es Brauch, dass Familie und Freunde den Prüflingen mit humorvoll gestalteten Transparenten in den Schulfluren viel Erfolg wünschen, damit möglichst alle Ende Juni ihr Abizeugnis in der Hand halten. An der KHS schlug der Hausmeister für die Plakate sogar Pfähle in den Boden und spannte Wäscheleinen. Die Bälle zum Abschluss sind für Samstag, 28. Juni geplant. Zuvor finden noch die mündlichen Prüfungen Mitte Juni statt.

 

Aus unseren Redaktionen, bearbeitet von Jasmin Paul

Abi 2014: Glückwunschplakate in Homberg-Fritzlar

Quelle: HNA

Kommentare