61 Abiturienten wurden in der Melanchthon-Schule feierlich verabschiedet

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Klangvoll: Gottesdienst und Zeugnisverleihung wurden mit viel Musik bereichert.

Steinatal. Der erste reine G8-Jahrgang der Melanchthon-Schule wurde am Freitag im Steinatal verabschiedet. Mit Lachern und Schluchzern sagten 61 junge Frauen und Männer ihrem Gymnasium nach acht Schuljahren Ade.

Acht prägende Jahre, wie die bisweilen erhebend-würdevolle, dann wieder humorvoll-heitere Feierstunde in der Großen Halle bewies. Wobei Feierstunde nicht wörtlich zu nehmen ist: Nach den langen, gemeinsamen Jahren ließen sich Lehrer- und Schülerschaft zusammen mit den Familien der Abiturienten und vielen Ehrengästen reichlich zweieinhalb Stunden Zeit, um die jungen, „ziemlich erwachsenen Menschen“ (Dekan Christian Wachter) ins Leben zu entlassen.

Die vier Tutoren überreichten ihren scheidenden Schützlingen gegen Ende feierlich ihre Zeugnisse - nicht ohne dass manche Träne mehr oder weniger verborgen kullerte. Eine beeindruckende Reihe von Abiturienten wurde gegen Ende für herausragende Leistungen in unterschiedlichsten Bereichen von den Naturwissen- bis zu Religionswissenschaften ausgezeichnet.

Drei junge Menschen wurden für die besten Reifezeugnisse, Note 1,0 oder 1,1, geehrt. An vielen musikalischen Einlagen beteiligten sich Abiturienten des Jahrgangs 2014, dessen Jux-Motto lautet: Ability ‘14 - Zu allem fähig, zu nichts zu gebrauchen.

Naheliegenderweise schlängelten sich die Beiträge zahlreicher Redner an dem Begriff der Fähigkeiten (englisch: ability) entlang, die in dem evangelischen Gymnasium trefflich ausgebildet worden seien. Tutor Alexander Grow reimte wieder Kalauer für jeden seiner Absolventen, Tutor Jens Heubel ließ die eine oder andere Anekdote von fast echten Rolex-Uhren, unverzichtbarem Schönheitskult auf griechischen Fähren und Jungs in Röcken vom Stapel. Für die Schüler sprach Sophie Ebel über Freude und Leid, vergangene und kommende Heldentaten. Das selbstironische Heldenmotto der Schüler hatte auch Schulleiter Claus-Hartwig Otto aufgegriffen, Landtagsabgeordnete Regine Müller trat für die humanistische und umfassende Bildung als beste Lebensbasis ein. Für die Bürgermeister der Region sprach Heinrich Vesper (Willingshausen), er freute sich über eine „sehr ermutigende Jugend“.

Verabschiedung der Abiturienten aus der Melanchthon-Schule Steinatal

Mit dem großen Abiball am heutigen Samstag in der Antreffhalle geht die Schulzeit der 61 jungen Menschen endgültig zu Ende. (aqu)

Quelle: HNA

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