Ablehnung des Einkaufsmarktes

Ablehnung des Einkaufsmarktes: Bürgermeister Knöpper will klagen

Neuental. Bürgermeister Kai Knöpper ist sauer. Am Montag lehnte der Zentralausschuss der Regionalversammlung den Bau eines Einkaufsmarktes im Gewerbgebiet von Bischhausen ab. „Damit sind fünf Jahre Vorbereitungsarbeit zunichte gemacht“, kommentierte Knöpper auf Anfrage der HNA.

Doch mit der Entscheidung will sich der Bürgermeister nicht zufrieden geben. „Wir werden dagegen beim Verwaltungsgericht klagen. Denn wir haben ein Recht auf Grundversorgung“, sagte Knöpper.

Der Antrag der Gemeinde Neuental hatte das Ziel, eine Abweichung vom Regionalplan zu erreichen, um so in Bischhausen ein Sondergebiet Einkauf mit maximal 2000 Quadratmetern zu schaffen. Dem wollte der Zentralausschuss aber nicht folgen. Auch der Kompromissvorschlag der SPD, die Fläche auf 1600 Quadratmeter zu begrenzen, fand keine Mehrheit.

Nahversorgung nötig

Dabei hatte das Regierungspräsidium (RP) der Abweichung zugestimmt. Das sei unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar und die Grundzüge des Regionalplans würden nicht berührt, so das RP, das damit der Gemeinde folgte, die in ihrer Begründung von einer Unterversorgung bei Lebensmitteln, Getränken, Drogeriewaren sowie Bäcker und Fleischer gesprochen hatte. Dazu komme, dass für den Bau eines Marktes keine andere Fläche zur Verfügung stehe. Deshalb könne auch von einer Ansiedlung auf der grünen Wiese und von einem großen Flächenverbrauch, wie im Ausschuss argumentiert worden sei, keine Rede sein, sagte Knöpper.

So war die Ansiedlung eines Einkaufszentrums nach Angaben des Bürgermeisters bis auf die Zustimmung des Zentralausschusses in trockenen Tüchern. Die Gemeinde hatte schon einen Fußweg gebaut und einen Investor, der auch einen Hauptmieter gefunden hatte. Der nötigen Nahversorgung der Neuentaler – „wir haben einen kleinen Lebensmittelladen in Zimmersrode, einen Dorfladen in Dorheim und einen Backshop in der Tankstelle“, erklärt Knöpper – schien bis auf die Ausnahmegenehmigung nichts mehr im Wege zu stehen.

Gewerbegebiet liegt brach

Die Ablehnung durch den Zentralausschuss stellt nicht nur die Versorgung der Neuentaler in Frage, sondern hat auch Auswirkungen auf das Gewerbegebiet. Nach den Plänen der Gemeinde sollte mit dem Bau des Marktes das 40 000 Quadratmeter große Gebiet belebt werden. Doch jetzt liege das Gewerbegebiet erst einmal brach. Nun muss ein Gericht darüber befinden, ob Neuental mit dem Bau eines Einkaufsmarktes vom Regionalplan abweichen darf oder nicht.

Quelle: HNA

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