Platz für neue Wohnungen

Abrissarbeiten in Gudensberg: Altes Backhaus musste weichen

Gudensberg. Das alte Backhaus der Gudensberger Firma Brede gibt es nicht mehr. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde am Dienstag fast der gesamte Gebäudekomplex dem Erdboden gleich gemacht. Jetzt liegen nur noch riesige Haufen von Balken und Bauschutt auf dem Grundstück.

Die Stadt Gudensberg bekommt dort ein modernes neues Wohngebäude inmitten der Fußgängerzone. Bauträger ist die Firma Baupartner aus Fritzlar. Mehr als zwei Millionen Euro investiert das Unternehmen in elf seniorengerechte Wohnungen in den Größen von 65 bis 100 Quadratmetern. Das Erdgeschoss wird die Stadt Gudensberg nutzen.

Als die Baggerarbeiten am Dienstag begannen, waren die meisten Anwohner bereits über die Arbeiten informiert. Stück für Stück riss der 50-Tonnen-Bagger aus dem Gebäude und häufte den Schuttauf dem Grundstück an. Aus Sicherheitsgründen habe die Abrissfirma Schnittger den Gefahrenbereich abgesperrt, sagte Bauleiter Arne Lengemann. Die Schaufensterfront eines angrenzenden Geschäfts wurde mit riesigen Containern zugestellt.

Fotos: Abriss des alten Backhauses

Gudensberg: Abriss des alten Backhaus Brede

Gespenstisch sah im gleißenden Scheinwerferlicht das stählerne Monster aus, das sich Meter um Meter vorkämpfte und manchmal mehrere Quadratmeter große Teile aus dem Haus herausriss. Wenn Lehm und Putz mit dabei waren, wurde der Abrissbagger zusätzlich in eine dicke Staubwolke gehüllt.

Ein gutes Dutzend Schaulustige verfolgte den Abriss und staunte über das Geschick des Baggerführers, der mit dem alten Gebäude Mikado zu spielen schien. Anwohner hatten sich über die Ruhestörung beschwert und die Polizei gerufen. Eine Streife aus Fritzlar war vor Ort, rückte schließlich aber wieder ab. Der Abriss war mit der Stadt Gudensberg abgesprochen und auch genehmigt, sagte Arne Lengemann. Auch die Anwohner habe man über die nächtlichen Abrissarbeiten informiert.

Gestern Morgen lag Nebel über der Baustelle. Die Abrissfahrzeuge ragten silhouettenhaft aus dem Dunst. Die letzten Arbeiten erfolgen in den kommenden Wochen. Tagsüber.

Der geplante Baubeginn Mitte März werde eingehalten, sagte Peter Hrycak vom Ingenieurbüro Hrycak, Löschner und Partner aus Fritzlar. Das neue Gebäude ist mit elf Eigentumswohnungen geplant. Sieben Wohnungen seien bereits verkauft, vier könnten noch erworben werden.

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Von Peter Zerhau und Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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