Der Abschied fällt nicht leicht

Pfarrer Friedhelm Kötting wechselt in den Ruhestand

Abschied von St. Andreas: Pfarrer Friedhelm Kötting (hier im Chorraum der Wettesinger Kirche) verlässt das Kirchspiel Wettesingen und Niederlistingen nach mehr als 20 Jahren. Foto: Binienda-Beer

Wettesingen/Niederlistingen. Nach 21 Jahren im Kirchspiel wird Pfarrer Friedhelm Kötting die evangelischen Kirchengemeinden Wettesingen und Niederlistingen in Kürze verlassen.

Am Sonntag findet in Wettesingen der Abschiedsgottesdienst (14 Uhr) mit anschließendem Empfang im Haus der Begegnung statt, eine Woche darauf der in Niederlistingen (11 Uhr). Friedhelm Kötting wechselt aus familiären Gründen in den vorzeitigen Ruhestand. Der Abschied fällt ihm nicht leicht. Neben Leidenschaft für die Seelsorge fand der scheidende Pfarrer in enger Zusammenarbeit mit Ehefrau Sabine Kötting seine Erfüllung besonders auch in der Kinder- und Jugendarbeit. Für sich und seine Frau sagt er: „Wir sind dankbar, dass wir hier so lange sein durften.“ Ein eigenes Haus im westfälischen Willebadessen haben Köttings schon vor geraumer Zeit erworben, der private Umzug liegt bereits hinter ihnen.

Alle Brücken brechen sie dennoch nicht ab: Während Sabine Kötting ihre musikalische Arbeit mit den Chören und als Organistin in Wettesingen fortsetzt, wird Friedhelm Kötting den beiden Gemeinden in der Zukunft vertretungsweise als Pfarrer zur Verfügung stehen. Dem örtlichen Gospelchor Sound of Gospel bleibt er als Sänger erhalten. Auch sein Engagement im Hospizdienst Wolfhager Land wird Kötting, bislang Vorstandsmitglied, beibehalten. Der diakonischen Arbeit maß der scheidende Seelsorger immer große Bedeutung bei. Er war beteiligt am Aufbau der Notfallseelsorge und im Kirchenkreis über viele Jahre Beauftragter für den Kindergottesdienst.

Bedeutsame Bauprojekte fielen in Köttings Dienstzeit: die Errichtung des evangelischen Kindergartens Arche Noah und des Hauses der Begegnung in Wettesingen, außerdem Sanierungen und Renovierungen an beiden Kirchen.

„Wir werden die Menschen hier vermissen, die sind uns ganz schön ans Herz gewachsen.“

Kötting schätzte die lebendige Gemeinschaft in den Dörfern: „Die Vertrautheit mit den Menschen“. Die wiederum erlebten einen Pfarrer, der seine Aufgaben - dazu zählte auch die Geschäftsführung des Kindergartens - mit Herz und Seele wahrnahm. Was Kötting strahlen lässt: Drei seiner ehemaligen Konfirmandinnen sind heute selbst Pfarrerinnen.

Nach dem Abschied aus dem Pfarrdienst weiß Kötting, wofür er die gewonnene Zeit nutzen will: zuerst für die Familie, darunter seine hoch betagte Mutter, aber auch fürs Biker-Hobby, und schließlich will er an der Uni Paderborn noch mal Vorlesungen lauschen.

Schon jetzt weiß der scheidende Pfarrer: „Wir werden die Menschen hier vermissen, die sind uns ganz schön ans Herz gewachsen.“

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

Kommentare