Abschied vom Glücksfall

Chefarzt Dr. Frings in den Ruhestand verabschiedet

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Blumen zum Dank: Dr. Peter-Josef Frings (Mitte) mit dem Geschäftsführer der Wolfhager Kreisklinik, Bernd Tilenius am Montagnachmittag in der Wolfhager Stadthalle. 

Wolfhagen. „Sie waren ein Glücksfall für unsere Patienten und die Wolfhager Klinik. Es fällt nicht leicht, Sie ziehen zu lassen.“ Silvia Lieberam, Sozialarbeiterin des Kreiskrankenhauses Wolfhagen, brachte am Montagnachmittag bei der offiziellen Verabschiedung von Dr. Peter-Josef Frings auf den Punkt, was die Laudatoren in ihren Reden zum Ausdruck brachten.

Der 65-Jährige Mediziner geht nach 22 Jahren, in denen er als Chefarzt die Geschicke der chirurgischen Abteilung bestimmte, in den Ruhestand. Man wird den vielseitigen Chirurgen vermissen, das wurde deutlich. Dr. Gerhard Sontheimer, Vorstand der Gesundheit Nordhessen (GNH), bezeichnete ihn während der Feier in der Stadthalle als „einen meiner Lieblingschefärzte in der GNH“, und zeigte sich dann auch sehr froh, dass der erfahrene Arzt seiner Klinik noch als Teilzeitkraft bis zum Jahreswechsel als Chef der Chirurgie zur Verfügung stehen wird, bis sein Nachfolger kommt. Frings wird in dieser Zeit von Michael Szkopek, Chefarzt der Chirurgie an der Klinik in Hofgeismar, unterstützt.

Schon vor eineinhalb Jahren habe man mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger begonnen, so Sontheimer. Zu einem Vertragsabschluss sei es aber erst kürzlich gekommen. Auf den letzten Drücker gewissermaßen. Der GNH-Vorstand: „Wir sind so ganz knapp an der Katastrophe vorbeigesegelt.“

Der Neue, derzeit Leitender Oberarzt an einer Klinik in Herdecke, wird in riesige Fußstapfen treten.

Dr. Frings habe Maßstäbe gesetzt, sich über die Maßen engagiert für seine Patienten und für den Krankenhausstandort Wolfhagen, war zu hören. Bei seinen Patienten habe er sich großer Beliebtheit erfreut, sie wussten sich beim Chef der Wolfhager Chirurgie in besten Händen.

Dr. Frings sagte, der Dank sei ihm fast schon ein wenig peinlich. Er habe den Worten aber auch entnommen: „Ich habe alles in allem wohl doch einen ordentlichen Job gemacht.“ Er dankte seinen Mitarbeitern, auf deren „volle Unterstützung“ er sich immer habe verlassen können.

Als er 1992 in Wolfhagen angefangen habe, „hatten wir eine Belegung von 30 Prozent“. Unter seiner Leitung „haben wir das erreicht, was uns nach außen hin wieder positiv erscheinen ließ und die Chirurgie, um die man vorher einen Bogen geschlagen hat“, wieder zu einer guten Adresse gemacht. „Dass wir alle im Haus an einem Strang gezogen haben, war der Schlüssel zum Erfolg.“

Pläne für den Ruhestand gibt es: Mit seiner Vespa, mit der er zur Entspannung gerne durchs Wolfhager Land fuhr, möchte er in Etappen Italien umrunden. Und zum Wandern werde man nach dem Umzug in die alte Heimat Düsseldorf immer wieder gerne nach Wolfhagen kommen.

Quelle: HNA

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