Abschied von Jalynski: Pfarrer ist verstorben

Pfarrrer Janislaw Jalynski. Foto: Dellit

Gudensberg. Janislaw Jalynski, der 24 Jahre lang katholischer Pfarrer in Gudensberg war, ist tot. Am 1. Februar verstarb er in Kassel im Alter von 75 Jahren.

Jalynski wurde 1935 in Gdyniy/Gdingen in Polen geboren. Nach seinem Studium und Stationen in Polen sowie in Gelnhausen kam er 1986 nach Gudensberg. Er betreute 2500 katholische Christen in Niedenstein, Edermünde und Gudensberg.

Erst im vergangenen Jahr hatte der Priester Abschied von seiner Gemeinde genommen. Zu diesem Zeitpunkt litt er bereits stark unter seiner Krebserkrankung.

Er sei in Deutschland gut aufgenommen worden, erinnerte er sich damals. Mit der deutschen Sprache habe er jedoch besonders am Anfang zu kämpfen gehabt.

Jalynksi hatte eine liebenswürdige bescheidene Ausstrahlung, erinnern sich Weggefährten wie Gemeindereferent Hubert Ziegler.

Pfarrer Jalynski habe immer wert gelegt auf „würdig gestaltete Gottesdienste, in denen die Menschen zur Ruhe kommen konnten“, sagte er. Besonders um die Seelsorge bei Kranken habe Jalynski sich intensiv gekümmert. Auch die Kinder hätten ihm sehr am Herzen gelegen. So lange es die Gesundheit zuließ, spielte der Pfarrer beim Tischtennis und beim Fußball mit.

Er sei offen für alle Menschen gewesen, sagt Ziegler über den Verstorbenen: „Er hat nie veurteilt und die Menschen so genommen, wie sie sind.“

Eine ganze Generation katholischer Christen hat Janislaw Jalynski im Chattengau begleitet. Dabei sah er auch die Notwendigkeit von Veränderungen in der Institution. Die Kirche müsse in Bewegung bleiben, sagte er im vergangenen Jahr. Wenn die Menschen nicht mehr in die Kirche kämen, müsse die Kirche verstärkt zu den Menschen gehen.

Über seine Zeit in Gudensberg sagte er: „Manche Momente bleiben unvergessen.“ Genauso unvergessen wird Pfarrrer Janislaw Jalynski für die Menschen in der Region bleiben. (ode)

• Requiem am Montag, 7. Februar, 11 Uhr, Kirche St. Familia Kassel, Kölnische Straße; anschließend Beerdigung auf dem Hauptfriedhof.

Quelle: HNA

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