Führungsstaffel übte den Ernstfall: Sturm und Regen tobten über der Region

Abteilung auf Prüfstand

Training für schwierige Einsätze: Die neue Führungsstaffel der Frielendorfer Feuerwehr koordinierte bei einer Übung verschiedene Einsatzabschnitte. Foto: privat/nh

Frielendorf. Jüngst probte die Feuerwehr Frielendorf den Ernstfall: Nach einem Wetterumschwung mit orkanartigen Böen kam es in Frielendorf zu zahlreichen Schäden. Bäume wurden entwurzelt und Keller liefen voll – So stellte sich das Szenario für die kreisweite Unwetterübung dar.

Ziel der Übung war es, die Leitstelle Schwalm-Eder bei großen Unwetterlagen zu entlasten und so die Kommunikationswege für Notfälle offen zu halten, zudem sollte die Führungsstaffel der Wehr auf den Ernstfall vorbereitete werden.

Die Frielendorfer Wehren wurden in vier Löschzüge zusammengefasst, die erstmals von zentral gelegenen Standorten ausrückten. So waren zum Beispiel die Feuerwehren aus Spieskappel, Todenhausen und Linsingen mit ihren Fahrzeugen am Multifunktionshaus in Todenhausen stationiert.

30 Einsatzstellen

Im Laufe der Übung koordinierte die Führungsstaffel Frielendorf fast 30 Einsätze und schickte die Feuerwehren zu den entsprechenden Einsatzstellen im Gemeindegebiet. Den 13 teilnehmenden Feuerwehren war die Ausgestaltung der Übung freigestellt. Einige nutzen die Gelegenheit für praktische Ausbildung, andere beschränkten sich auf die Arbeit mit Karte, Funk, Fax und Telefon.

Markus Schmerer, Leiter der Führungsstaffel und stellvertretende Gemeindebrandinspektor, erläuterte das Prinzip der Führungsstaffel: Sie stellt eine eine taktische Einheit zur Unterstützung des Einsatzleiters bei großen Schäden dar. Denn ab einer gewissen Größe sei es nicht mehr möglich, die benötigten Einsatzkräfte nur als Einsatzleiter zu führen.

Die Notwendigkeit einer Führungsstaffel habe sich in Frielendorf beispielsweise bei größeren Unwetterlagen gezeigt. Zu Führungsstaffel zählen seit Juni 2012 18 Mitglieder aus sieben Ortsteilen der Gemeinde. Während der Übung koordiniere die Führungsstaffel verschiedene Einsatzabschnitte. Jedes Mitglied hatte dabei eine feste Aufgabe.

„Für die Führungsstaffel war die Übung die erste Bewährungsprobe“, sagte Schmerer. Der gesamte Ablauf verlief seiner Ansicht nach ruhig und diszipliniert, er bezeichnete die Übung als gelungen. Er hoffe, auf weiteren Zuspruch in der Staffel. (cls)

Quelle: HNA

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