Hessische Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich besuchte Sauerkrautfabrik

Vom Acker in die Dose

Am Fließband: Anete Hüsing kontrolliert die abgefüllten Sauerkrautdosen, bevor ein Vakuum gezogen und die Dosen mit Sauerkrautflüssigkeit befüllt werden. Fotos: Shuhaiber

Fritzlar. Wenn es in Fritzlar nach Sauerkraut riecht, dann ist Hochbetrieb bei der Firma Hengstenberg. Täglich passieren rund 450 Tonnen Weißkohl die Werkstore.

Hier: Alles Wissenswerte zum Thema Hengstenberg im Regiowiki

Bauern aus der Region fahren mit ihren Traktoren vor und liefern ihre Kohlköpfe im Minutentakt ab. „Wir haben dieses Jahr eine sehr gute Ernte, die Kohlköpfe bringen bis zu zwölf Kilogramm auf die Waage“, sagt Werksleiterin Sabine Arazi.

Von der größten Sauerkrautfabrik weltweit möchte sich auch die hessische Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich ein Bild machen: „Ich finde es faszinierend, den Produktionsprozess vom Kohlkopf bis zum Sauerkraut zu beobachten“, sagt Puttrich und lässt sich bei einer Werksführung am Donnerstagvormittag die Produktion erklären.

Damit aus dem Weißkohl eine Dose Sauerkraut wird, sind einige Schritte nötig: Zuerst werden die geprüften Kohlköpfe von den grünen Blättern und dem Strunk befreit. Dann wird der Kohl geschnitten und in Silos gepackt. Dort bleibt der Kohl eine Woche bis der Gärprozess abgeschlossen ist. Dann wird das Sauerkraut in Dosen, Gläser und Beutel abgefüllt. Die anschließende Pasteurisierung sorgt für die Haltbarkeit.

Vierzig Länder

Nach der Etikettierung geht das Sauerkraut aus Fritzlar auf die Reise. Hengstenberg beliefert vierzig Länder weltweit: „Allein in Deutschland decken wir ein Drittel der Sauerkrautproduktion ab“, sagt Geschäftsführer Steffen Hengstenberg. Und das kommt vor allem der Region zu Gute. Rund 500 Hektar Ackerfläche werden von hiesigen Landwirten mit Weißkohl bestellt.

Von Alia Shuhaiber

Quelle: HNA

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