Schüler der Eibe-Klasse sammelten Erfahrungen in der Lehrgärtnerei der Starthilfe

Ackern für den Abschluss

Inmitten der Kohlrabi- Pflanzen: Benjamin Preuß, Julia Stark, Udo Butterweck, Marcel Gauer, Ivan Grubenschäber, Thim Wagner, Krisanthan Parruseleran und Uschi Steube (von links). Foto: Thiery

Mühlhausen. Einmal in der Woche tauschten Schüler der Friedrich-Ebert-Schule in Homberg die Stifte und Hefte gegen Rechen und Gießkanne und gingen mit Sozialpädagogin Uschi Steube aufs Feld in Mühlhausen. Dort gossen sie Erdbeeren und Radieschen, ernteten Rucola und Petersilie.

Die Lehrgärtnerei des Starthilfe-Ausbildungsverbundes war somit Teil des Programms Eibe (= Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt), das es benachteiligten Jugendlichen ermöglicht, ihren Hauptschulabschluss innerhalb eines Jahres nachzuholen. Neben dem schulischen Stoff, den Lehrer der Berufsschule vermitteln, lernen die Jugendlichen mit Hilfe der Sozialpädagogin ganz praktische Dinge, wie Durchhaltevermögen oder Pünktlichkeit.

In dieser Zeit entwickeln sie Strategien für ihren weiteren Lebensweg. „Sie sollen lernen, einen Weg vor Augen zu haben und den auch zu verfolgen“, sagte Uschi Steube. Konkrete Ziele und Förderpläne sind Teil der sozialpädagogischen Arbeit, auch die Eltern werden in Gesprächen in das Vorhaben einbezogen. Das Programm soll jungen Menschen mehr Selbstvertrauen geben und denen eine Chance ermöglichen, die bislang keinen Schulabschluss hatten. Während dieser Zeit bewerben sich die Jugendlichen für einen Ausbildungsplatz.

Erste Kontakte in die Arbeitswelt knüpfen sie in einem ganzjährigen Praktikum. Einen Tag pro Woche arbeiten sie in den Betrieben der Region, ein 14-tägiges Blockpraktikum ergänzt diese Arbeit. In diesem Jahr werden zehn Jugendliche den Hauptschulabschluss so nachholen.

EIBE seit 1991

Der Starthilfe-Ausbildungsverbund arbeitet seit 2000 mit dem Programm EIBE ( gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Schule. Es läuft noch zwei Jahre. Anmeldungen unter Tel. 05681/9902-0. Information: www.starthilfe-abv.de (zty)

Quelle: HNA

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