Autoverrückte Familie Edenhofner aus Lohre ist bei ADAC-Historic-Rallye im Einsatz

Dampf unter der Haube

Eine Familie mit Rennen im Blut: Die Edenhofners mit hinten von links Hans-Dieter, Jutta, Leon und vorne Janina vor ihrem Subaru. Am Freitag und Samstag sind sie zur 32. ADAC-Rallye-200 im Einsatz. Foto: Dewert

Melsungen. Vier auf einen Streich: Bei den Edenhofners aus Lohre dreht sich fast alles um Autos, Pferdestärken und Baujahre. Kurz gesagt den Motorsport.

Da ist es nicht verwunderlich, dass alle vier Familienmitglieder – außer Schäferhündin Nelli – am Freitag und Samstag im Einsatz sind. Dann steigt rund um Malsfeld und Melsungen die 32. ADAC-Rallye-200 und damit auch die 13. Historic-Rallye.

Los geht es am Samstag, 23. März, um 14.31 Uhr mit dem Start des 1. historischen Rallye-Fahrzeugs auf dem ADAC-Gelände in Ostheim.

Hans-Dieter „Ede“, Ehefrau Jutta sowie die Kinder Janina und Leon sind Mitglieder im ASC-Melsungen, dem Veranstalter der Rallye-Veranstaltung.

Ede und Leon Edenhofner sind im Vorfeld bei der technischen Abnahme gefragt. „Wir überprüfen die Fahrzeuge auf Sicherheit, die Einhaltung des Reglements und ob alle Veränderungen auch eingetragen sind“, sagt Ede Edenhofner. Da die Fahrzeuge über eine Straßenzulassung verfügen müssen, seien die Auflagen streng.

Eigenes Team zu teuer

46 Fahrzeuge gehen bei der Rallye 200 an den Start, bei der Historic-Rallye sind es nochmal 27 Fahrzeuge, weiß die 19-jährige Tochter Janina, die als Renn-Sekretärin schon seit Tagen viel um die Ohren hat: "Ich führe die Meldelisten, organisiere Anmeldung, Aushang der Ergebnisse und vieles mehr“, sagt sie.

Noch lieber säße sie wohl in einem der Rallye-Autos. Denn in schnellen Autos fühlen sich die Geschwister wohl. Beide sind erfolgreiche Fahrer im Auto-Slalom und waren das auch schon beim Kart-Sport.

Ein Rallye-Team sei aber derzeit finanziell und zeitlich nicht möglich, sagt Janina: „Die Schutzkleidung kostet schon mehrere tausend Euro“, klärt der 16-jährige Leon auf. Ein halbwegs konkurrenzfähiges Auto koste 20 000 Euro – nach oben gebe es natürlich keine Grenzen, sagt Hans-Dietzer Edenhofner und lacht.

Er selbst war Rallye-Fahrer. Das ist allerdings schon fast 30 Jahre her. Damals ging es in einem Kadett über die Asphalt- und Schotterpisten. Ein schwerer Unfall bremste ihn aber aus.

Die Liebe zum Motorsport sei geblieben. Die teilt auch Frau Jutta. Wie kann es da anders sein, als dass sich beide 1979 in einem Straßengraben bei Homberg-Dickershausen kennen lernten. In dem landete Ede während einer Nachtorientierungsfahrt nach einem missglückten Überholmanöver. Gerettet wurde er von seiner jetzigen Ehefrau. Jutta Edenhofner ist auch am Samstag gefordert – dann wird sie bei einer der sechs Wertungsprüfungen die Zeit nehmen.

Außer den vier Edenhofnern sind 200 weitere Helfer im Einsatz – viele Mitglieder von Feuerwehren und von Funker-Vereinen.

• Wer die Rallyeautos näher betrachten möchte, hat mehrere Gelegenheiten. Die technische Abnahme findet am Freitag, 22. März, von 18 bis 22 Uhr und am Samstag, 23. März, ab 8 Uhr beim TÜV-Melsungen statt.

Quelle: HNA

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