Renaturierung: Die Pfieffe bekommt neue Kurven

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Startschuss für die Renaturierung: Zum Beginn der Arbeiten kamen (von links) Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister, der frühere Wirtschaftsminister Dieter Posch, Bürgermeister Dieter Runzheimer, der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker und Albin Schicker, Stadtverordnetenvorsteher.

Adelshausen. „Zurück zur Natur“ heißt es für die Pfieffe bei Adelshausen: Der Bach wird aus ökologischen Gründen renaturiert. Das gesamte Projekt kostet 365.000 Euro. Nun fiel offiziell der Startschuss.

Mit der Umgestaltung sollen Bausünden der Vergangenheit beseitigt werden: Die Pfieffe war begradigt worden, weil früher eine hohe Fließgeschwindigkeit als wichtig galt. In diesem Zuge wurden auch kleine Wehre eingebaut, um Höhenunterschiede auszugleichen.

Für Krebse und Fische war das ein Problem. Künftig soll die Pfieffe wieder für die Tiere passierbar sein: Die Wehre werden umgestaltet, es werden Schikanen eingebaut, damit sich die für einen natürlichen Gewässerlauf typischen Kurven bilden.

Lebens- und Laichraum

Außerdem sollen Steine und Totholz eingearbeitet werden. Der hohe Uferbereich der Pfieffe werde stellenweise abgesenkt.

„So sollen sich wieder Kiesbänke, Steilufer und Uferabbrüche an der Pfieffe entwickeln, die als Lebens- und Laichraum von den fließgewässertypischen Tieren genutzt werden“, sagte Staatssekretär Mark Weinmeister. Ein guter ökologischer Zustand werde von der EU gefordert.

Den Großteil der Renaturierung trägt das Land Hessen. Die Stadt Melsungen übernimmt 73.000 Euro, der Rest ist Fördergeld.

Die Arbeiten erstrecken sich insgesamt über eine Strecke von 1,3 Kilometern. Mitte November soll die Renaturierung fertig sein.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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