Er war einer der dienstältesten Vorstandschefs

Adomat lebte für seine Stadtsparkasse

Günter Adomat.

schwalmstadt. Im Alter von 82 Jahren ist der Sparkassendirektor i.R. Günter Adomat gestorben. Im Nachruf der Stadtsparkasse auf ihn war zu lesen, dass man „von einem außergewöhnlichen Chef Abschied“ nehme.

Günter Adomat wurde 1933 in Ostpreußen in Bittehnen, Kreis Tilsit, geboren. Seine Lehre zum Bankkaufmann absolvierte er bei der Stadtsparkasse Höxter Anfang der Fünfzigerjahre, wo er bis 1958 als Angestellter arbeitete. Am Lehrinstitut für das kommunale Sparkassen- und Kreditwesen in Bonn erwarb er dann den Abschluss Sparkassenbetriebswirt (dipl.), eine sehr hohe Qualifikation für die damalige Zeit

Von 1958 bis 1962 war Adomat im Anschluss stellvertretender Leiter der Stadtsparkasse Moringen/Sollingen, danach 1962 bis Sommer 1963 stellvertretender Sparkassenleiter der Städtischen Sparkasse in Celle, ab 1963 Mitarbeiter der Bezirkssparkasse Seligenstadt. 1968 dann kam Adomat als Vorstandsvorsitzender zur Städtischen Sparkasse nach Treysa.

Überregional war Adomat in verschiedenen Gremien des Vorstandes des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen aktiv, einige seiner Posten und Stationen: Mitglied im Vorstand des damaligen Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes, Vize-Obmann der Bezirkskonferenz Kassel, Mitglied Mitgliedschaft im Bezirksobmännerausschuss des hessischen Sparkassen- und Giroverbandes, Beirat der Landesbausparkasse, Werbeausschuss im Sparkassen-Marketing-Arbeitskreis, Vorsitzender des Werberinges Kassel und Mitglied Gewährträgerversammlung öffentliche Versicherungsanstalt Hessen-Nassau-Thüringen. Viele Jahre lang war Adomat Vorsitzender der HGV (Handels- und Gewerbevereinigung) Treysa, wie berichtet ist sie inzwischen in G.u.T., dem Gewerbe- und Tourismusverein Schwalmstadt, aufgegangen.

1991 feierte Adomat 40-jähriges Dienstjubiläum, er war einer der dienstältesten Vorstandsvorsitzenden aller hessischen Sparkassen.

Innerhalb seiner Amtszeit wurde die Sparkasse um die Zweigstelle Steintorbrücke vergrößert, und als erstes Kreditinstitut im Altkreis Ziegenhain wurde bei der Stadtsparkasse ein Geldautomat eingerichtet, das war 1983. Auch ein stetiger Aufschwung der Bilanzsumme kennzeichnete Adomats Weg. In seine Dienstzeit fiel etwa die Umorganisation der Betriebsstruktur, die Einführung der EDV, die Anmietung von neuen Räumen für Zweigstellen und die Anschaffung der fahrbaren Zweigstelle sowie der große Sparkassenum- und Erweiterungsbau in der Bahnhofstraße in 1988.

Im Sommer 1997 dann trat Adomat in den wohlverdienten Ruhestand ein – mit der Verleihung der großen Hessisch-Thüringischen Sparkassenmedaille, der höchsten Auszeichnung der Sparkassenorganisation. (aqu)

Foto: Archiv

Quelle: HNA

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